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Doc DG

durchgeknallt aber glücklich

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1

Donnerstag, 18. Oktober 2007, 10:28

Doppeltes Spiel

Autor: Doc DG
Altersempfehlung: R-16
Charaktere: Sam Fisher, Irving Lambert, Emile Dufraisne, Jamie Washington, Carson Moss
Genre: Action
Warnungen: Keine
Spoiler: Ich denke nicht, dass man durch das Lesen dieser Story in irgendeiner Weise gespoiler wird, da alles rein fiktiv ist. Was die Handlung betrifft, so lehne ich man an das derzeitige Spiel von Tom Clancy´s Splinter Cell - Double Agent an.
Kapitel: 47
Fertiggestellt: Ja
Erstellt: 25.11.2006
Letztes Update: 29.11.2006
Kommentar: Für etwaige Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler, bitte ich um Entschuldigung.


Es war ein riesiges Grundstück, mit einer Art von Villa drauf. Doch schien sich das riesen Haus auf dem Grundstück zu verlieren. Ein langer gepflasterter Weg führte von einem stählernen Tor hinauf zum Haus. An diesem angekommen musste man ein paar Steinstufen hinauf gehen, um es betreten zu können. Der Eingang bestand aus zwei überdimensional großen Flügeltüren, die aus schwerem Mahagoniholz geschnitzt waren, durchschritt man diese, gelangte man ins Innere des Hauses und stand in einer weitläufigen Eingangshalle. Schaute man gerade zu, so erblickte man eine breite Treppe aus hellem Marmorstein, die am Fuße nach links und recht breiter war als am obigen Ende. Vom Eingang her hatte man einen guten Blick auf die obere Etage. Man konnte den Flur mit dem Blick entlang folgen, entweder in den Westflügel oder in den Ostflügel des Hauses. Es gab mehr als reichlich Zimmer. Nur alleine die obere Etage hatte jeweils 20 Zimmer pro Flügel.

Ging man von der Eingangshalle westwärts, offenbarten sich dort, eine Bibliothek, ein Saal, mehrere kleinere Räume und ein Küche. Hielt man sich ostwärts, gelangte man an einem Ausstellungsraum vorbei, der überfüllt war mit verschiedenen Gemälden und Kunstwerken. Folgte man dem Flur weiter kam man in die Sicherheitskommandozentrale, von wo aus das gesamte Haus als auch das Außengelände überwacht wurde. Am Ende des Flures gab es eine alte massive Holztür, dahinter ging es in die Kellerräume, oder auch Katakomben genannt.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Ich saß am oberen Ende der Treppe, die nach oben führte und beobachtet das geschäftige Treiben, welches sich unten in der Halle abzeichnete. Ich hasste es. Es war einfach nicht meine Welt. Von irgendwoher brüllte Moss, ich verabscheute diesen Kerl abgrundtief. Er hatte in der Vergangenheit ein paar unschöne Dinge getan, die ich keinesfalls gut heißen würde. Aber das alleine war nicht der Grund, warum ich ihn hasste. Es spielte auch im Moment keine Rolle. Fakt war, dass er hier war und das alleine reichte für mich schon, ihn zu hassen. Ich saß eine ganze Weile am oberen Ende der Treppe, lehnte mich mit der rechten Schulter am Geländer und blickte runter in die Eingangshalle. Seit einiger Zeit, war ich auf mich alleine gestellt, zumindest seit dem Zeitpunkt, ab dem Jamie in den Knast gewandert war, zu recht, wie ich finde. Das dumme an der Sache ist nur, Jamie ist mein großer Bruder.

Es war von Emile eine Gefälligkeit gewesen, mich hier zu behalten. Wo sollte ich auch anders hin, mal davon abgesehen, dass Emile, sich so sicher sein konnte, dass ich nicht aus der Reihe tanze und womöglich als undichte Stelle gelten könnte. Emile war ein sehr misstrauischer Mensch, so genannte "Neue" hatten es schwer bei ihm. Das wusste ich, auch wenn ich es bis jetzt noch nicht selber erleben durfte. Ich sollte vielleicht erwähnen, dass ich mich hier im Hauptquartiert der JBA befinde, eine Terrororganisation. Nein, ich zähle mich nicht dazu. Ich bin hier, weil mein Bruder ein aktives Mitglied der Organisation ist, auch wenn er zurzeit im Gefängnis von Ellsworth einsitzt. Ich kenne kein anderes Leben. So lange wie ich denken kann, war mein Bruder in der JBA und somit war auch ich mit von der Partie.

Ich war total in den Gedanken versunken und bemerkte zu erst nicht, dass Moss mich schon eine ganze Weile beobachtete. "Was willst du?" ranzte ich ihn an. "Nichts!" grinste er mir mit einem süffisanten Lachen entgegen. "Prima, dann lass mich auch in Ruhe." ich stand von der letzten Stufe auf und wollte mich in mein Zimmer begeben, als die großen Flügeltüren der Eingangshalle aufgestoßen wurde. Erschreckt dreht ich mich um, was ich sah, verschlug mir die Sprache. "Du?" kam mir nur ungläubig über die Lippen. Auch Moss drehte sich blitzartig um, zückte seine Waffe, die er immer bei sich hatte und brüllte: "Eindringlinge!" Ich lächelte nur schwach. Es war kein Eindringling, nein weiß Gott nicht. "Eine tolle Security haben wir ja hier." bemerkte ich zwar leise, aber nicht leise genug, Moss warf mir einen verächtlichen Blick entgegen und ging ein paar Stufen wieder runter.

Unten in der Halle stand mein Bruder, ich wusste genau, dass er mit ziemlicher Sicherheit nicht, wegen guter Führung, vorzeitig entlassen wurde. Neben ihm stand ein hoch gewachsener Mann. Ich konnte erkennen, wie dieser sich einen Überblick über die derzeitige Situation verschaffte. Ich stand noch eine ganze Weile, wie betoniert am oberen Ende der Treppe und starrte meinen Bruder unverhohlen an. In den folgenden Minuten nahm ich nicht mehr viel wahr, ich musste erst mal mit dem Gedanken klar kommen, dass mein Bruder geflohen war.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 10:28

Re: Doppeltes Spiel

"Alex?!" rief Jamie. Der fremde Mann sah ihn nur fragend an. "Sie ist meine jüngere Schwester." Er stürzte die Treppe hinauf um seine Schwester in den Arm zu nehmen. "Hey, meine Kleine." er war so froh darüber, zu sehen, dass ihr nichts passiert war, dass er Emile nicht wahrnahm, der durch das ganze Durcheinander nun auch auf dem Plan stand. "Was geht hier vor?" brüllte dieser durch die gesamte Halle und musterte dabei misstrauischen den Neuen, der mit Jamie hierher gekommen war.

Jamie wirbelte herum und sah Emile an. "Was zum Teufel ist hier los?" wiederholte Emile die Frage an Jamie. "Wir sind geflohen." gab dieser freudig von sich. "Wer ist 'wir'?" kam skeptisch von Emile, dem der hoch gewachsene Mann nicht entgangen war. Jamie ließ seine Schwester an der Treppe stehen und ging wieder runter zu dem Mann, den er mitgebrachte hatte. "Emile? Das ist Sam. Wir sind zusammen aus Ellsworth geflohen." verkündete er stolz. "Seit ihr verfolgt worden?" kam mitten mal hektisch von Moss, der nun die ganze Zeit mit seiner Kommandozentrale in Verbindung stand." "Nein. Dann wären wir nicht hergekommen." "Ich trau´dir alles zu." kam schnippisch von Moss zur Antwort.

Sam stand in der Eingangshalle und musterte alles ganz genau, nebenbei ging er die Akten, die er von der NSA bekommen hatte, im Kopf durch. Er erkannte Moss, von dem Foto wieder, das der Akte beigelegen hatte. Emile war ihm auch sofort ein Begriff. Genauso, wie der komplette Werdegang von Jamie. Nur die junge Frau, die immer noch oben an der Treppe stand, konnte er nicht zuordnen. Sam hatte keine Akte von ihr erhalten. Umso mehr verwunderte es ihn, dass sie Jamies jüngere Schwester sein soll, da es keinen Vermerk in der Akte von Jamie Washington darüber gab.

Emile griff sich Jamie und zog ihn ostwärts in Richtung seines Arbeitszimmers rein. "Sie? Mitkommen!" befahl er Sam, der sich seit seiner Ankunft nicht von der Stelle gerührt hatte. Sam kam der Aufforderung nach und folgte den beiden ins Arbeitszimmer. "Sieh an?! Nun hast du deinen 'großen' Bruder wieder." Moss blickte die Treppe hinauf und wartete auf eine Reaktion. "Alex?" Alex fixierte immer noch jenen Punkt, an einer der großen Flügeltüren, wo ihr Bruder bis vor wenigen Augenblicken stand. "Hm? Was ist?" Es dauert einen Moment bis sie ihren Blick abwenden konnte und sich Moss zuwendete. "Ich sagte, nun ist dein Bruder wieder bei dir." wiederholte sich Moss. "Ja, sieht wohl so aus." gab Alex abwesend von sich und suchte nun endlich ihr Zimmer auf um darin zu verschwinden.

Einige Zeit später betrat Jamie das Zimmer seiner Schwester. "Hey." Alex drehte sich zu ihm. "Na?" kam sehr leise über ihre Lippen. "Freust du dich denn gar nicht, dass ich wieder bei dir bin?" wollte Jamie verwundert wissen und setzte sich neben sie auf´s Bett. Alex sah ihren Bruder an. "Ich weiß nicht, ist irgendwie komisch, zu wissen, dass du geflohen bist. Warum?" Alex sah Jamie verwirrt an. Jamie konnte der Frage nichts abgewinnen. "Wie? Warum? Alex? Ich wollte da nicht sein und Sam genauso wenig." entrüstete sich dieser. "Aha, und das ist gleich ein Grund zu fliehen? Du hattest doch gar nicht mehr so lange." stellte sie fest und sah ihrem Bruder in die Augen. "Hmpf, soll ich wieder zurück gehen?" fragte er sarkastisch. "Nein!" antwortete Alex traurig. "Dann wäre ich dir irgendwie dankbar, wenn du dich zumindest ein bisschen freuen könntest."

"Ich werd mir Mühe geben....Jamie? Es tut mir leid..." Jamie nahm seine jüngere Schwester in den Arm "Schon gut....sind meine Sache noch auf meinem Zimmer?" versuchte er abzulenken. "Ja, sind sie." sie sah ihren Bruder an. "Wer ist der andere, den du da mit angeschleppt hast?" fragte Alex neugierig. "Sam! Wir haben uns eine Zelle geteilt." Jamie stand wieder auf und ging zurück zur Tür. "Bist du heut Abend hier?" "Ich wollte eigentlich weg, ja! Aber ich bezweifle mal, dass mich Moss gehen lassen wird, nachdem was hier jetzt los ist." Alex seufzte, dass war nicht das, was sie für diesen Abend geplant hatte. "Die Lage beruhigt sich auch wieder in ein, zwei Tagen." Alex nickte nur, sie hatte keine Lust auf irgendwelchen endlosen Diskussionen und beließ es dabei.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 10:28

Re: Doppeltes Spiel

Es vergingen einige Tage, bis sich wieder alles normalisiert hatte. Es war schon so eine Art Ritual für mich geworden, dass ich fast täglich inzwischen, am oberen Treppenabsatz gesessen hatte und von dort alles beobachtete. Alles? Nein! Nicht alles. Ich ertappte mich dabei, wie ich hauptsächlich anfing Sam zu beobachten. Er war anders, als die Anderen, die Jamie sonst anschleppte und von denen er hellauf begeistert war.

Ich habe, in der Zeit, in der ich jetzt hier bin, schon viele Neue kommen und gehen sehen....hm? Nein, gehen sehen, eigentlich nie, sie waren meistens spurlos verschwunden oder man fand sie einige Tage später im Fluss treiben. Oftmals waren es solche Typen, die glaubten, sie könnten Emile Dufraisne austricksen und somit die Organisation hoch gehen lassen. Es waren Spione. Emile machte mit ihnen kurzen Prozess, er hielt sich nie lange an solchen Sachen auf. Dazu war er einfach zu ehrgeizig. Jedes Mal, wenn ich auf den Stufen saß, verlor ich mich in Gedanken und bekam meistens nicht mit, wenn mich einer ansprach. So wie auch dieses Mal.

"Und? Was sagst du? Ist er einer?" Emile riss mich aus meinen Gedanken. "Wie?" Er verdrehte die Augen, er hasste es, wenn er sich wiederholen musste. "Ich will von dir wissen, ob er ein falsches Spiel spielen will." er hatte sich inzwischen neben mich auf die vorletzte Stufe gesetzt und sah mich an. Ich seufzte. "Kann ich nicht sagen, er ist schwer einzuschätzen." Emile war im Begriff, in die Luft zu gehen. "Wie? Du kannst nicht sagen, ob er nun ein Spion ist, oder nicht?" er musste sich zusammenreißen, dass konnte ich deutlich spüren.

Ich verabscheue bis heute den Tag, an dem ich das erste Mal eine Vermutung aussprach, über einen "Neuen" und behauptete das dieser ein Spion sei. Denn wie sich heraus stellte, war es einer und auch mit meinen nachfolgenden Vermutungen lag ich immer richtig, seit dem kam Emile immer wieder zu mir und erwartete einen Rapport, sowie eine Einschätzung von mir, über jeden Neuen, der hier ankam und in die Organisation einsteigen wollte. Ich wusste, dass Sam nicht der ist für den er sich hier ausgibt, aber aus irgendeinem Grund, wollte und konnte ich Emile das nicht sagen. Ich musste aufpassen, denn auch Emile konnte gut zwischen Lüge und Wahrheit unterscheiden.

"Tut mir leid, aber ich kann dir keine Einschätzung geben, ich habe bisher auch noch nicht mit ihm reden können." "Warum nicht?" grummelte mir Emile entgegen. "Weil sich bisher keine Gelegenheit ergeben hat und außerdem habe ich keinen Grund, mich mit ihm zu unterhalten, deswegen." "Dann muss ich das dieses Mal wohl doch alleine raus finden." mit diesen Worten ließ mich Emile wieder alleine und verschwand in seinem Arbeitszimmer. Das war kein gutes Zeichen, dass wusste ich genau. Emile hatte eine eigenen Auffassung darüber, die Neuen zu testen. Ich hab zwar bisher nur Gerüchte gehört, aber wahrhaben will ich diese auch nicht.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 10:29

Re: Doppeltes Spiel

Alex saß draußen am Steg und beobachtete die Wasseroberfläche vom See, welcher sich hinter dem Haus befand. "Was ist daran so interessant, den ganzen lieben langen Tag auf das bescheuerte Wasser zu glotzen?" wollte Moss wissen. "Moss? Hast du nichts anderes zu tun, als mir auf den Keks zu gehen? Such dir´ne Beschäftigung, sicher noch ein bisschen die Gegend, oder geh spielen, aber lass mich doch einfach in Ruhe." resignierte Alex. Moss war zu einem zweiten Schatten von ihr geworden sobald sie das Haus verließ und war fast immer in ihrer Nähe. "Hmmmm? Nein, ich hab grad keine andere Beschäftigung." gab er zur Antwort. "Hmpf..." Alex erhob sich vom Steg und ging einen kleinen Weg zurück, der wieder hinauf führte Richtung Haus.

"Alex?" hörte sie mitten mal ihren Bruder rufen. "Du willst schon wieder rein?" Sie dreht sich in die Richtung, aus der sie den Ruf vernommen hatte und erblickte Jamie und Sam. "Ja, hatte ich so angedacht. Die Luft ist hier so verunreinigt." erklärte sie ihrem Bruder und schaute dabei zu Moss, der das Ganze aus einiger Entfernung beobachtete. Sam huschte ein Grinsen über sein Gesicht, welches Alex nicht entgangen war. "Wow...du kannst ja doch noch eine andere Miene verziehen, ich bin ja begeistert." Sie konnte es sich nicht verkneifen, seit Tagen versuchte sie irgendwie aus Sam schlau zu werden, aber dieser dachte überhaupt nicht dran, auch nur ein Geheimnis von sich Preis zu geben.

Sam sah sie etwas irritiert an. "Du hast eben mal für den Bruchteil einer Sekunde ein Lächeln im Gesicht gehabt." klärte sie Sam auf. "Tatsächlich?" fragte dieser. "Ja, hat wohl Seltenheitswert bei dir, wie?" grinste sie ihn verschmitzt an. "Kann schon sein." "Aaaaarrrggghhh, kannst du oder willst du nicht mehr reden?" plüschterte sich Alex gespielt auf, sah erst Sam frech an und dann ihren Bruder: "War er schon immer so wortkarg?" Jamie grinste nur. "Na prima, der jetzt auch noch." Es war das erste Mal, dass Alex mit Sam sprach, seit dem dieser hier aufgetaucht war.

Sie schaute zwischen beiden Männer hin und her. "Was ist?" fragte sie Jamie als auch Sam. "Sollte denn was sein?" kam als Gegenfrage. "Nein, nein....keine Gegenfrage." Erneut vernahm Alex ein flüchtiges Grinsen bei Sam im Gesicht. "Sieh an, ist wohl doch nicht so selten, wie ich es vermutet habe, hm?" Sam grinste nun doch mal länger als den Bruchteil einer Sekunde. "Ich habe nie behauptet, dass es so ist." entgegnete ihr Sam. Alex war erstaunt, was man ihr auch deutlich ansehen konnte. "Ich werd nicht mehr, du kannst ja doch in ganzen Sätzen reden." Es lag in ihrer Natur, andere immer wieder aufziehen zu müssen und bei Sam machte sie da keine Ausnahme.

Moss stand noch immer in einiger Entfernung und beobachtete die ganze Szene argwöhnisch. Er traute dem Neuen nicht.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 10:29

Re: Doppeltes Spiel

Ich konnte Sam einfach nicht einordnen, vielleicht wollte ich es auch einfach nicht, ich weiß es nicht. Das einzige was ich bisher mit Sicherheit wusste, war, dass Sam nicht ohne Grund hier war und das er definitiv ein doppeltes Spiel spielte, auch wenn ich bis jetzt dafür keine genauen Anhaltspunkte hatte. Es war einfach nur ein Bauchgefühl von mir gewesen. Obwohl ich diese Art, wie Sam sie an sich hatte, bisher noch nicht kannte, mochte ich ihn.

Jamie und ich waren uns in solcherlei Hinsicht sehr ähnlich. Wenn wir jemanden mochten, dann waren wir auch Feuer und Flamme von demjenigen, aber wehe dem, er kam uns quer. Dann war vorbei bei uns. So was mochten wir beide nicht. Nur bei Moss gingen unsere Meinung auseinander. Ich konnte diesen Kerl auf den Tod nicht ausstehen, aber Jamie kam wunderbar klar mit ihm.

Ich saß mal wieder an der Treppe und hing meinen Gedanken nach. Auch dieses Mal erwischte ich mich dabei, wie ich Sam weiter beobachtete und bekam noch rechtzeitig mit, dass er sich auf den Weg zu mir machte. "Gibt es hier so viel zu beobachten, dass du hier jeden Tag sitzt?" fragte er und setzte sich neben mich. Ich war noch leicht in Gedanken und meine Antwort kam von daher unüberlegt. "Ja, dich." Im selben Moment wie ich es aussprach, ohrfeigte ich mich schon in Gedanken selbst dafür. Sam sah mich an und grinste mal wieder. "Tatsächlich? Was ist an mir so besonders, dass du mich beobachtest?" Wie er so neben saß, hatte ich die Möglichkeit mir ihm mal genauer anzusehen. "Ich weiß nicht recht, deine Art? Wie du dich gibst? Keine Ahnung." gab ich schulterzuckend von mir.

Ich konnte mich ein weiteres Mal davon überzeugen, dass er verdammt gut gebaut war. Er trug ein schwarzes T-Shirt, darüber hatte er eine Art Weste gezogen, die eng anlag, wodurch sein muskulöser Köperbau noch besser zum Vorschein kam. Seine Haare waren schon fast ein Tick zu kurz abrasiert worden, genauso wie die von Jamie, fiel mir auf. "Haben sie das im Gefängnis gemacht?" fragte ich Sam und deutete dabei auf seine Haare. Sam strich sich automatisch ein Mal über die Haare und seufzte: "Ja, viele Optionen hatte ich nicht, entweder so oder ganz weg." Ich sah ihn entsetzt an: "Na man gut, dass du dich noch für diese Variante entschieden hast." Ich überlegte....oh mein Gott, flirtete ich etwa gerade mit ihm? Ich ließ kurz, die bisherige Unterhaltung Revue passieren und musste mir eingestehen, dass es tatsächlich an dem so war. Ich wollte gerade zu einer weiteren Fragen ansetzten, als Emile am Fuße der Treppe auftauchte und Sam mit einer Kopfbewegung, Richtung Arbeitszimmer bedeutete ihm zu folgen. Sam sah mich an. "Geh lieber, bevor er wieder ungeduldig wird." Sam erhob sich und schlenderte gemächlich die Stufen hinunter um Emile zu folgen.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 10:29

Re: Doppeltes Spiel

Die Nacht wurde durch einige laute Geräusche durchbrochen. Alex schreckte hoch und ließ sich auch gleich wieder in die Kissen zurück fallen. "Hmpf, verdammt, was treiben die da schon wieder?" Sie rappelt sich aus ihrem Bett hoch, schlich zur Tür und öffnete diese eine kleinen Spalt um nach draußen in den Flur sehen zu können. Ihr fiel nichts Außergewöhnliches auf und schloss die Tür wieder. "Ach mist...ich bin einfach zu neugierig." stellte sie mal wieder erneut fest und fing an sich anzuziehen.

Noch nicht ganz wach, machte sie sich auf den Weg nach unten. Die Geräuschkulisse, durch die sie wach wurde, war verschwunden. Unschlüssig stand Alex in der großen Eingangshalle und schaute sich um. Ihr Blick fiel in den Ostflügel, wo sie erkennen konnte, dass die massive Holztür nicht zu war, wie sonst auch immer. Vorsichtig ging sie den Flur runter zur der Tür, vorbei an der Kommandozentrale und warf dort einen kurzen Blick rein. Sie war bisher noch nie hinter diese Tür gelangt und stockte einen Moment. "Soll ich wirklich?" fragte sie sich selbst, entschied sich dann aber dazu, dass ihre Neugier stärker war und huschte durch den offenen Spalt hindurch.

Sie gelangte in einen langen, kaum beleuchteten Gang, der nach einigen Metern an einer weiteren Tür endete. Mit einem kurzen zögern griff Alex zum Türgriff und öffnete diese. Zum Vorschein kam ein weiterer Flur, von dem mehrere Türen, links als auch rechts abgingen. Eine davon war nur angelehnt und sie konnte hören, wie sich welche unterhielten. Leise schlich sie sich zu der Tür und spähte durch den Spalt in den Raum rein. Was sie zu sehen bekam verschlug ihr die Sprache. Emile, Moss, Jamie, Sam und eine ihr unbekannte Person waren in dem Raum. Der Raum wirkte, wie ein ehemaliger Schlachterraum, er war nicht sonderlich sauber. Die Wände und der Boden waren mit Fließen bestückt, welche auch nicht besonders reinlich wirkten. Alex konnte erkennen, dass Sam eine Waffe auf die am Boden liegende und gefesselte Person richtete. "Nein." flüsterte sie erst und betrat dann, ihren letzten Mut zusammen genommen, den Raum. Die Männer drehten sich erschreckt zu Alex.

Jamie drehte sich um, packte Alex an den Schultern und versuchte sie wieder aus dem Raum zu schieben. "Bitte geh wieder in dein Zimmer." flehte er seine Schwester an. Alex dachte ja nicht im Traum daran. "Den Teufel werd ich tun." Sie machte einen Schritt auf Sam zu, griff sich blitzschnell dessen Waffen und drückte sie Emile in die Hand. "Mach deinen Scheiß alleine und lass das nicht andere für dich erledigen." Alex war außer sich. Sie war so wütend, dass sie nicht wahrnahm, dass sie Emile anschrie. Jamie fluchte und versuchte seine Schwester zu beruhigen. Alex hingegen schob Sam aus dem Raum in den Gang raus. Dieser war so perplex über die Reaktion, dass er sich widerstandslos raus schieben ließ. Das alles passierte innerhalb in Bruchteilen von Sekunden. Alex schob Sam immer noch vor sich her, gen Holztür.

Moss erwachte aus seiner Starre und hechtete den beiden hinterher. Kurz vor der massiven Holztür bekam er Alex an der Schulter zu packen. "Nicht so schnell hier." er zerrte sie unsanft wieder ein Stück in den Gang rein. Hinter Moss tauchte jetzt auch Emile auf. "Was glaubst, wer du bist?" machte Emile Alex an. Alex konnte dem Blick von Emile nicht standhalten und wich aus. "Im Gegensatz zu manch anderem, hab ich den Mumm in der Hose dir meine Meinung zu geigen." erwidert sie endlich. "Und das gibt die das Recht, über andere zu entscheiden?" fragte Emile. "Nein, aber du hast da auch kein Recht zu." Alex wusste, dass sie diesen Schlagabtausch nicht gewinnen würde. "Und wie ich ein Recht dazu habe, er weiß zu viel." "Tatsächlich? Sieh an. Dann sollte ich mich vielleicht gleich daneben setzten, wie?" funkelte sie Emile an. "Wenn du das Recht dazu hast, warum soll Sam das dann für dich erledigen? Mach es doch selbst, so kannst wenigstens sicher sein, dass es gemacht wurde." "Er soll mir beweisen, dass er auf der richtigen Seiten steht." "In dem er einen Mord für dich begeht? Du tickst doch echt nicht mehr ganz sauber in deinem Oberstübchen."

Jamie schluckte und hoffte, dass Emile nachsichtig sein würde mit Alex. Emile sah Alex eine Weile unentschlossen an, immer noch die Waffe in der Hand haltend. Für Alex schien dieser Moment nicht enden zu wollen. Sam erwachte endlich mal aus seiner Starre, entwendete Emile die Waffe und steuerte erneut den Raum an. Auch dieses Mal ging Alex dazwischen. "Tu es nicht, wenn er so viel weiß und Emile ihn los werden will, dann soll es jemand anderes tun." Sam blieb stehen, drehte sich aber nicht zu den anderen rum. Er wusste einfach nicht, was tun sollte. Alex windete sich aus dem Griff von Moss und baute sich vor Sam vor. "Lass es."

Emile fing an zu lächeln. Alex und Jamie tauschten kurz verwirrte Blicke aus. "Das ist der Grund, warum du immer noch hier bist." sprach er sie an. Alex Verwirrtheit stieg ins unermesslich, das konnte sie einfach nicht einordnen. "Du bist Eine der wenigen hier, die tatsächlich den Mumm hat, zu sagen, was ihr nicht passt." er ging auf Moss zu, ließ sich eine weitere Waffe geben, ging in den Raum und drückte ab. Alex zuckte sichtlich zusammen und musste jetzt aufpassen nicht einfach in Ohnmacht zu fallen. Sie spürte, wie ihre Sinne drohten zu schwinden und fing sich an Sam ab. "Wouh langsam..." flüsterte dieser und brachte sie wieder in eine senkrechte Position.

Emile trat wieder in den Gang, mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht. "Nun gut, dann muss ich mir halt etwas anderes einfallen lassen für dich." entgegnete er Sam und ließ diesen, Jamie und Alex in dem Gang zurück. "Jamie? Mitkommen." ließ er in gewohntem Befehlston verlauten und verschwand hinter der massiven Holztür in Richtung seines Arbeitszimmers. Jamie sah zwischen seiner Schwester und Sam hin und her. "Geh schon, ich bring sie auf´s Zimmer." Jamie nickte dankbar und folgte Emile ins Arbeitszimmer. Alex hatte nur versucht die Zeit zu überbrücken bis Emile verschwunden war. Als sie mitbekam, dass dieser nicht mehr im Gang war, verlor sie endgültig das Bewusstsein. "Warum ahnte ich das nur?" er schnappte sich Alex und brachte sie auf ihr Zimmer.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 10:29

Re: Doppeltes Spiel

Als ich wieder zu mir kam, lag ich auf meinem Bett und blickte Sam in die Augen. Er schien sich die letzten Stunden nicht vom Fleck gerührt zu haben. "Warum hast du das getan?" wollte er wissen. Ich brauchte einen Moment um wieder einen klaren Gedanken fassen zu können. "Spielt das eine Rolle? Viel wichtiger ist, dass DU es nicht getan hast." gab ich leise von mir. Erst jetzt kam mir wieder in den Sinn, was eigentlich passiert war und was in den Katakomben los gewesen war. Ich richtet mich ein Stück auf, um Sam besser sehen zu können. Ich bemerkte erst jetzt, dass ich immer noch am ganzen Körper zitterte.

"Hättest du das mit deinem Gewissen vereinbaren können?" fragte ich ihn direkt. Sam sah mich etwas verwirrt an und antwortete mir zunächst nicht auf die Frage. Ich sah ihn eine ganze Weile an und entschied mich dazu, dass ich wissen wollte, ob ich richtig lag mit meiner bisherigen Einschätzung. "Du bist nicht der, für den wir dich halten sollen, richtig?" ich beobachtet Sam ganz genau in den nächsten Augenblicken. In seinen Augen konnte ich erkennen, dass ich anscheinend nicht so falsch gelegen haben konnte. "Was meinst du?" fragte er mich vorsichtig. "Du bist nicht einfach rein zufällig hier, wenn du wirklich so ein Verfechter für die Organisation wärst, dann hättest du vorhin, ohne mit der Wimper zu zucken, abgedrückt, so wie es Emile getan hat, hast du aber nicht." stellte ich fest.

"Du bist aber auch kein Spion im eigentlichen Sinne, oder?" ich stand auf und schloss meine Zimmertür ab, dass worüber wir jetzt sprachen, durfte kein anderer erfahren, ansonsten würden wir uns beide zu dem anderen dazu gesellen können, dass wusste ich doch zu genau. Sam blieb erstaunlich ruhig, dafür das ich ihm gerade unterstellt habe, dass er ein Spion sein sollte. "Also? Hab ich nun Recht, oder nicht? Mir persönlich wäre es irgendwie lieber, wenn ich jetzt Recht behalten würde."

Sam sah mich ungläubig an. "Wie kommst du darauf, dass ich ein Spion sein könnte?" Ich fing an zu lachen: "Wenn ich dir jetzt erklären würde, warum und wieso ich auf so was komme, dann würdest du mir sowieso nicht glauben. Sag mir einfach nur, dass ich Emile zu Recht belogen habe." Die Verwirrung bei Sam schien immer größer zu werden, zumindest hatte das für mich den Anschein. "Sagen wir mal so, ich hab irgendwie ein Talent entwickelt, dass ich sagen kann, wer ein Spion ist und wer nicht und bisher lag ich immer gut, mit dem was ich gesagt habe bzw. vermutete habe." ich entfernte mich wieder von der Tür, setzte mich wieder auf mein Bett, welches genau gegenüber der Tür an der Wand stand und kuschelt mich in einige Decken ein.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 10:30

Re: Doppeltes Spiel

Sam beobachtet jeden von Alex Schritten, die sie durch ihr Zimmer tat. "Nun? Hab ich Recht?" fragte sie ihn erneut. Sam war sich nicht sicher, was hier gerade vor sich ging und war dementsprechend auf der Hut. "Was würde denn sein, wenn ich einer wäre?" fragte er ganz hypothetisch. Alex grinste. "Was soll dann schon sein? Nichts weiter, ich würde dir dann irgendwie helfen wollen, an die Informationen zu kommen, die du brauchst." Nun war Sam total durcheinander. "Aha und warum? Ich meine, ich wäre doch bestimmt dann nicht der Erste hier, oder? Warum solltest du dann ausgerechnet mir helfen wollen?" So ganz traute Sam der ganzen Sache nicht. Alex blickte kurz aus dem Fenster. "Wollen wir spazieren gehen?" Jetzt war Sam total aus dem Konzept bracht worden. "Wie bitte? Du willst jetzt spazieren gehen?" musste er sich noch einmal vergewissern. Alex blickte ihn an und nickte, sie wusste, dass Moss noch schlafen würde und ein andere außer ihm, würde ihr nicht hinterher kommen.

Die beiden liefen einen schmalen Weg entlang, der links gesäumt war von kleineren Büschen und einem dahinter angrenzenden Wäldchen. Rechts vom Weg ging es seicht an das Ufer hinunter zum See. Eine ganze Weile gingen sie schweigen nebeneinander her. "Weil ich dich mag." durchbrach Alex mitten mal die Stille. Sam war immer noch irritiert und jetzt noch viel mehr. Sie sah die Verwirrung und sagte weiter: "Du hattest mich in meinem Zimmer gefragt, warum ich ausgerechnet dir helfen würde. Ich mag dich, dass war bei allen anderen bisher nicht der Fall. Und weil ich irgendwie immer noch die Hoffung hege, hier irgendwann mal wieder raus zu kommen." gab sie zu. "Du gehst also davon aus, dass ich ein Spion bin?" fragte Sam noch einmal. "Ich denke schon, dass du einer bist, aber halt anders als die Anderen, keine Ahnung, ich kann es nicht erklären. Ich weiß nur eins mit Sicherheit, wenn sich rausstellt, dass du tatsächlich einer bist und das bis Emile durchdringt, dann sollte ich so weit wie möglich von ihm weg sein." sie grinste ihn an, "du dann im übrigen auch, macht sich dann besser, der Gesundheit wegen und so."

"Also hat er dich auch bei mir gefragt, wie du die Sache siehst, richtig?" "Richtig." "Und du hast ihm nicht gesagt, was du mir hier gerade erzählst?" fragte Sam skeptisch. "Nein, ich habe ihm gesagt, dass ich dich nicht einschätzen kann und ich es nicht weiß, aber genauso gut weiß ich auch, dass er weiß, dass ich lüge. Zumindest gehe ich mal davon aus." gab Alex Schulter zuckend von sich. Sam blieb stehen und sah Alex an. "Schon alleine die Tatsache, dass du vermutest, dass ich ein Spion sein könnte, bringt alles in Gefahr." "Also doch." nuschelte Alex vor sich hin. "Wieso Gefahr? Außer mir weiß es doch keiner und Emile versucht dich bloß aus der Reserve zu locken." Sam seufzte und schlug mit Alex den Weg gen Haus ein.

Moss stand am anderen Ende vom See und beobachtete die beiden durch ein Fernglas. "Was haben die beiden miteinander?" sprach er mit sich selbst. Es machte ihn rasend nicht zu wissen, was der Neue von Alex wollte. Als Jamie mitten mal neben Moss auftauchte: "Was soll mit den beiden schon sein? Besser kann es Alex gar nicht treffen." "Ach ja? Wir wissen doch noch gar nichts über ihn." brachte Moss zähneknirschend hervor. "Nun beruhigt dich wieder, noch ist ja gar nichts passiert." "Nichts passiert, nennst du das, was da heut Nacht los war?" ereiferte sich Moss daran. "Sie kann froh sein, dass jetzt nicht eine Patrone ihre Stirn ziert." raunte Moss weiter. "Ich vertraue Sam, dass solltest du auch tun. Dann würdest du dir so einige schlaflose Nächte ersparen." Moss stand kurz davor total auszuticken, musste sich dann aber eingestehen, dass es wenig Sinn machen würde. Jamie verfolgte Moss´ Anwandlungen und grinste: "Ist da etwa jemand eifersüchtig? Du weißt genau, dass du Null Chancen hast bei ihr, also heb dein Getue am besten für jemand anders auf." damit verschwand Jamie wieder im Haus.

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9

Donnerstag, 18. Oktober 2007, 10:30

Re: Doppeltes Spiel

Kurz bevor ich mit Sam das Haus erreichte, blieb ich abrupt stehen. "Hmpf...ich hasse ihn." Ich hatte Moss auf der anderen Seite erblickte und erkennen können, dass er mit einem Fernglas da stand. "Er hat anscheinend einfach keine ruhige Minute, wenn er nicht weiß, wo ich bin oder was ich mache." "Soll er denn auf dich aufpassen?" fragte mich Sam. "Nein, dass ist es ja. Aber Jamie stört es nicht, so weiß er, dass immer einer auf mich aufpasst, weil ich das ja auch nicht alleine kann." meine Laune, die bis grad eben eigentlich noch ganz in Ordnung gewesen war, ging schlagartig in den Keller. Es nervte mich nur noch an, ich weiß schon gar nicht mehr, wie oft ich Moss gesagt habe, dass er mir nicht nachstellen braucht und das ich auch durchaus im Stande bin, auf mich acht geben zu können.

"Sicher, dass es zurzeit nicht vielleicht noch einen anderen Grund haben könnte?" überlegte Sam und grinste mich dabei an. Im ersten Moment war ich durcheinander, doch dann dämmert mir, worauf Sam anspielte. Ich kam um ein Lächeln nicht herum. "Hm? Zumindest wäre das mal eine Möglichkeit, die ich bisher noch nicht in betracht gezogen hatte..." ich sponn den Faden mal weiter, "och nee, der is doch wohl nicht eifersüchtig?" überlegte ich laut. Sam´s Grinsen wurde immer breiter. Jetzt hatte er mich in seinen Gedankengängen abgehängt, dieses Grinsen konnte ich nun nicht mehr deuten: "Was grinst du so? Lass mich an deinen Gedanken teilhaben, ich will das auch wissen." schmollte ich ihn an. "Nun ja, bisher hatte er ja keinen handfest Grund, eifersüchtig zu sein...."

Sam zog mich zu sich und küsste mich kurzerhand. Ich musste aufpassen, dass ich nicht wieder in Ohnmacht fallen würde. Mit vielem hatte ich gerechnet, aber damit gewiss nicht. Ich muss zugeben, dass ich mich daran gewöhnen konnte. Als ich merkte, dass Sam den Kuss beenden wollte, zog ich ihn meinerseits wieder an mich ran und küsste ihn weiter. Ich wusste, dass Moss jetzt fluchen würde wie ein Rohrspatz, aber es sollte mir egal sein, ich war ihm keine Rechenschaft schuldig und fing an alles um mich herum zu vergessen.

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10

Donnerstag, 18. Oktober 2007, 10:30

Re: Doppeltes Spiel

Moss starre wie gebannt durch sein Fernglas und wollte seinen Augen nicht trauen. "Dieser verdammte Mistkerl." fluchte er vor sich hin. "Na, na. Wer wird denn gleich so ausfallen werden?" fragte Emile, der nun den Platz von Jamie eingenommen hatte, neben Moss. "Was macht unser Neuer?" wollte er wissen, da er nicht erkennen konnte, dass Alex als auch Sam am anderen Ende des Sees standen. "Rumknuschten!" gab Moss verächtlich von sich. "Tatsächlich? Doch nicht etwa mit Alex?" fragte er etwas amüsiert ins Moss Richtung.

Moss musste sich abermals zusammenreißen, nicht gleich in die Luft zu gehen: "Doch!" "Ich nehme mal an, dass du natürlich um das Wohl von Alex besorgt bist und deswegen hier mit dem Fernglas steht und die beiden beobachtest, richtig?" gab er zynisch in Moss´ Richtung ab. "Natürlich, wegen nichts anderem stehe ich hier." kam voller Überzeugung zurück. "Wenn die beiden zurück sind, soll Sam sich bei mir im Büro blicken lassen." Emile blieb noch eine Moment neben Moss stehen und verschwand dann wieder nach drinnen. "Nichts lieber als das." murmelte Moss und verharrte nun an seiner Stelle um auf Sam und Alex zu warten.

Wäre es nach Alex gegangen, hätte sie mit Sam noch stundenlang in dem kleinen Wäldchen am See bleiben und sich mit ihm küssen können. Aber es ging nicht danach, was Alex jetzt wollte. "Lass uns zurückgehen. Damit sind wir im Moment wohl besser beraten." Alex brauchte einen Augenblick, bis sie den Sinn in Sam´s Worten verstanden hatte und nickte zur Antwort. Nicht in Eile, aber auch nicht allzu langsam umrundet die beiden den Rest des Sees und wurden sofort von Moss in Empfang genommen. "Du sollst dich beim Boss blicken lassen.....jetzt." maulte es Sam entgegen. Sam musste doch ein bisschen damit kämpfen, nicht zu lachen, gab Alex demonstrativ vor Moss noch einen Kuss und verschwand dann auch wieder im Haus.

Alex ließ sich auf ihr Bett fallen und wusste augenblicklich nicht, wo ihr der Kopf stand. Sie wusste nicht, wie sie das, was am See mit Sam gewesen war einordnen sollte. Sie konnte sich durchaus mehr vorstellen, aber Sam auch? Sie musste unbedingt noch einmal mit ihm reden. Sie sprang vom Bett auf um wieder nach unten zu gehen.

"Ich will, dass du mit Jamie in die Stadt fährst und dort etwas für mich erledigt." Emile drückte Jamie ein paar Papiere, einen Autoschlüssel und ein kleines Packet in die Hand. "Beeilt euch ein bisschen, wenn´s geht." damit ließ er die beiden alleine. Sam und Jamie schauten sich nur kurz an und machten sich dann auch auf den Weg.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 10:30

Re: Doppeltes Spiel

Ich sah Sam nur noch von hinten, als er aus der Tür nach draußen trat. "Mist, na fein, dann halt später." Ich stand auf halben Weg die Treppe runter, als Moss rein kam. "Der auch noch!" ich drehte mich um, um wieder nach oben zu gehen. Doch Moss war schneller und ergriff mich am Arm. Er musste mehrere Stufen auf einmal genommen haben, um mich einzuholen. "Was willst du?" fragte ich ihn böse. "Ist das jetzt deine neuste Masche, mit jedem Neuen hier gleich rum zu knutschen?" wollte er allen ernstes von mir wissen. "Wie bitte? Du bist doch nicht ganz bei Trost. Und wenn, dann geht es dich überhaupt nichts an." erwiderte ich, riss meinen Arm los und flüchtete die Treppe nach oben. Moss konnte sehr zudringlich werden, dass wusste ich nur zu gut. Ich schaute hinter mich und musste feststellen, dass er genau hinter mir war.

"Verdammt Moss, was willst du von mir?" brüllte ich ihn an. Eh ich mich versah, pinnte Moss mich an die gegenüberliegende Wand vom Geländer und küsste mich. Mein Problem in diesem Moment war, dass Moss wesentlich mehr Kraft hatte als ich. Ich versuchte jetzt einfach nur Moss irgendwie wieder los zu werden. Er drückte mich so fest an die Wand, dass es mir fast die Luft abschnitt und mit jeder Bewegung die ich machte wurde diese auch immer weniger. Ich hatte arg damit zu kämpfen, nicht das Bewusstsein zu verlieren und gleichzeitig versuchte ich immer noch den Kerl vor mir von mir weg zu stoßen. Egal was ich versuchte, es gelang mir einfach nicht, ich war ihm gerade hilflos ausgeliefert.

"MOOOOOOSSSSSS!!!!!!????" hörte ich es mitten mal nur unten brüllen. Moss ließ mich sofort los, ich sackte zusammen und rutsche an der Wand herunter. "Was zum Teufel treibst du da?" Es war Emile der von unter her gebrüllte hatte. Ich war noch nie so dankbar darüber gewesen, wie in diesem Moment, das Emile noch im Haus war. An den Inhalt des Gespräches kann ich mich nicht mehr erinnern, ich verlor mal wieder das Bewusstsein.

Am nächsten Tag durfte ich bei Emile im Arbeitszimmer antanzen und ihm meine Version des Vorfalls schildern. Jamie hatte sich kaum noch eingekriegt, als er davon erfuhr und war auch jetzt bei mir.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 10:31

Re: Doppeltes Spiel

Jamie musste sich stark am Riemen reißen, um nicht total aus zu rasten, sobald er auch nur den Namen Moss hörte. "Was wirst du jetzt tun? Du wirst ihn doch wohl nicht hier behalten wollen?" fragte er skeptisch Emile, der ihm gegenüber in einem großen Lederstuhl saß. "Er ist unser Sicherheitschef, ich kann ihn nicht einfach 'entsorgen'." Jamie glaubte sich verhört zu haben. "Was ist denn an dem noch Sicherheitschef, wenn er unsere eigenen Leute in Gefahr bringt und das hat er getan." dabei deutet Jamie auf seine Schwester, die neben im stand und bisher nichts weiter gesagt hatte.

Emile betätigte einen kleinen Knopf und kurze Zeit später stand Moss im Büro. Alex wich instinktiv einen Schritt weiter von ihm weg und versuchte ihren Bruder als eine Art Sichtwall zu benutzten. Jamie hingegen hatte Moss noch gar nicht wahrgenommen, erst durch die Bewegung seiner Schwester wurde er auf die Person in der Tür aufmerksam. "Duuuuuu!" er stürmte auf Moss los um ihm den Hals umdrehen zu wollen. Im gleichen Augenblick erschien Sam hinter Moss, er fing Jamie ab: "Beruhigt dich, dass hat wenig Sinn, was du vor hast." Sam hatte doch arg damit zu tun, Jamie im Zaum zu halten, er riss ihn von Moss weg und schubste ihn wieder in das, doch recht groß ausgefallene, Arbeitszimmer zurück.

"Offensichtlich haben wir hier ein Problem." kam nachdenklich von Emile und bedachte dabei Jamie als auch Moss mit einem skeptischen Blick. "Ich will, dass er geht." brachte Jamie aufgebracht raus. "Was du willst, interessiert hier aber niemanden." keifte Moss ihm entgegen. "Du hast gefälligst die Pfoten von meiner Schwester zu lassen." stellte Jamie fest. "Ach ja? Und der Neue, der darf das, oder wie seh ich das?" Moss war fest davon überzeugt gewesen, dass er Alex bekommen würde. Sam stand zur Sicherheit zwischen den beiden Streithähnen, um weitere Handgreiflichkeiten zu vermeiden. "SCHLUSS JETZT!!!" brüllte Emile durch das Zimmer. Alex zuckte zusammen, aber auch Jamie war sichtlich erschrocken. "Ihr benehmt euch wie in einem Kindergarten."

Emile überlegte angestrengt, wie er die Sache hier lösen konnte, aber viele Alternativen hatte er nicht und sah Moss an: "Du gehst!" Moss schluckte: "Wie bitte? Boss? Ich......mir...." er kam ins stottern, brach ab und setzte erneut zu einer Erklärung an, "Mir sind die Sicherungen durchgebrannt, dass kommt nich noch mal vor." "Blödsinn, sobald du Alex wieder mit Sam siehst, drehst du doch wieder am Rad." musste Jamie mal wieder seine Meinung kundtun. "Es reicht jetzt. Moss? Du gehst, packt deine Sache und such dir einen neuen Arbeitgeber." Sam verfolgte das ganze stillschweigend und war verwundert darüber, dass Emile Moss einfach so gehen ließ. Emile würde wohl seine Gründe haben, warum er Moss gehen ließ und nicht anderweitig dafür sorgte, dass Moss verschwand. Sam beschloss für sich, sich da besser raus zu halten.

Moss machte einen Satz auf Emile zu und schlug mit den Fäusten auf dessen Schreibtisch: "Das wirst du noch bitter bereuen." mit diesen Worten verließ er wutentbrannt das Arbeitszimmer und fing an seine Sache zu packen und sich Reisefertig zu machen. Emile zeigte sich wenig beeindruckt von dieser Vorstellung und ließ sich davon auch nicht aus dem Konzept bringen. "Nun gut, wir haben keinen Sicherheitschef mehr." stellte er fest und sah dabei Jamie an. "Bis auf weiteres wirst du diesen Posten übernehmen." Emile drehte sich theatralisch mit seinem Lederstuhl zum Fenster und machte somit klar, dass im Moment alles gesagt war.

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