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Doc DG

durchgeknallt aber glücklich

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 10:31

Re: Doppeltes Spiel

Ich wusste nicht, ob ich mich so recht über die Entscheidung von Emile freuen sollte. Ich war schon froh, dass Moss gehen musste, aber andererseits bezweifelte ich, dass Jamie der Richtige war für Moss´ Job. Mir fiel ein, dass Moss einiges getan hatte, um immer zu wissen, wo ich war. Mein erster Gang war folglich zu meinem Auto. Ich war mir sicher, dass Moss irgendwo einen Sender angebracht hatte, ich musste ihn nur noch finden und so lag ich auf dem kalten Boden und war halb unter meinem Auto verschwunden. "Was machst du denn da?" fragte Sam etwas amüsiert, da ich anscheinen einen doch recht lustigen Anblick bieten musste.

"Ich suche was." gab ich, halb unter dem Auto liegend von mir, als Sam plötzlich neben mir auftauchte: "Aha, und was suchst du?" fragte er mich grinsend. "Den verdammten Peilsender, den mir Moss unter gejubelt hat. Ich weiß, dass hier einer sein muss." ich hatte nicht die geringste Ahnung, nach was ich eigentlich suchen musste, geschweige denn, wie so ein Teil eigentlich aussah, aber gab die Hoffung nicht auf, den Sender doch noch finden zu können. Aus dem Augenwinkel heraus konnte ich sehen, wie Sam einen prüfenden Blick auf den Unterboden meines Autos warf, sich langt machte und mir ein zu klein geratenes Teil unter Nase hielt: "Suchst du so was hier?" Verwirrt sah ich Sam an: "Keine Ahnung, was ist das?" Sam lachte. "Das ist der besagte Sender, den du gesucht hast." Erstaunt sah ich Sam an: "Tatsächlich? Guck an, nach so was hätte ich wohl nicht geschaut." ich nahm Sam das Ding aus der Hand und untersuchte den Sender neugierig.

"Was macht ihr da?" fragte mitten mal Jamie etwas irritiert, der nun auch nach draußen gekommen war. Sam und ich steckten unsere Köpfe gleichzeitig wieder raus und schauten Jamie etwas verdattert an. Mein Bruder fing an zu lachen. "Was gibt es da zu lachen?" wollte ich von ihm wissen, hievte mich dabei doch endlich mal von dem kalten Boden hoch und klopfte mir meine Klamotten aus. "Sah irgendwie interessant, was ihr beide da gemacht habt." Ich drehte das kleine Ding noch einen Moment unschlüssig in meiner Hand und drückte es dann Jamie in die Pfoten. "Hier, bitte sehr, vielleicht findest du dafür ja noch eine andere Verwendung, außer es mir unter mein Auto zu pappen um mich zu überwachen." damit ließ ich meinen Bruder und Sam am Auto stehen und ging wieder rein.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 10:31

Re: Doppeltes Spiel

Jamie guckte erstaunt in seine Hand. "Moss hat es offensichtlich zu gut gemeint mit dem überwachen deiner Schwester, wie?" Jamie starrte immer noch den Sender in seiner Hand an: "Ja, offensichtlich." er steckte den Sender in seine Hosentasche, "lass uns wieder rein gehen." er drehte sich um und folgte seiner Schwester rein.

Es war bereits dunkel draußen geworden und Alex war den ganzen Tag aus ihrem Zimmer nicht wieder raus gekommen. "Ist dir Alex heute noch mal irgendwie begegnet?" wollte Jamie von Sam wissen. "Nein, sie hat heute nicht weiter ihr Zimmer verlassen, so weit ich weiß." "Hm? Sollte ich mir sorgen machen?" fragte Jamie unsicher. "Ich weiß nicht, sie ist schließlich deine Schwester, du musst doch wissen, wann du dir Sorgen um sie machen solltest und wann nicht." Jamie hatten nebenbei noch eine Menge zu tun, da er durch Moss seine Arbeitsteilung erst einmal durchsteigen musste. Er versuchte in der Sicherheitszentrale sich einen Überblick zu verschaffen. "Ich denke nicht, dass ich mir Sorgen machen muss, aber es wäre mir wohler, wenn du vielleicht mal...." er brach ab, da etwas anderes seine Aufmerksam auf sich zog. "Wenn du mich hier nicht brauchst im Moment, dann seh ich mal nach ihr." Sam wusste, dass Jamie ihm schon gar nicht mehr zuhörte. Er wandte sich ab und verließ die Sicherheitszentrale um sich auf den Weg in Alex Zimmer zu machen.

Auf der Treppe begegnete Sam ein letztes Mal Moss. In diesem Moment wusste Sam, warum sie den restlichen Tag nichts von Alex gesehen und gehört hatten. Sie wollte Moss nicht noch einmal unnötig über den Weg laufen. Moss verkniff sich jegliche Kommentare, warf Sam jedoch einen Blick zu, der, hätte er gekonnt, Sam umgebracht hätte. Moss verschwand nicht einfach sang und klanglos, er knallte eine der großen Flügeltüren so dermaßen hinter sich zu, dass sie drohte aus den Angeln zu fliegen. Sam dreht sich noch einmal um, um sicher zu gehen, dass die Flügeltür noch dort war, wo sie hingehörte und steuerte anschließend Alex Zimmertür an und klopfte. Er hörte sie aus dem Inneren ihres Zimmers trällern und trat ein.

"Ist er weg?" wollte sie sofort von Sam wissen. "Ja, ist gerade gegangen." "Gut, ich dachte schon, er will gar nicht mehr gehen." sie sah Sam an, ging auf ihn zu und baute sich vor ihm auf, so gut es ging. Sam lächelte: "Was wird das jetzt?" Alex machte einen auf unentschlossen: "Das jetzt hier? Hm? Weiß nicht, vielleicht kannst du es mir sagen." "Was sagen?" Sam konnte erahnen, worauf Alex hinaus wollte. Sie sah ihn immer noch an, "Was jetzt mit uns beiden wird?! War das am See einfach nur Jux und Dollerei oder unter was kann ich das jetzt verbuchen?" wollte sie ohne umschweife wissen.

Sam musste sich eingestehen, dass er Alex nicht nur mochte, es war mehr noch, als das. Es war für ihn schon zu lange her, als das er auf Anhieb sagen konnte, welche Gefühle sie bei ihm auslöste, aber er wusste doch zumindest, dass es mehr war, was ihn zu Alex hinzog. Er war gerne in ihrer Nähe und sie offensichtlich wohl auch in seiner. Zumindest hatte es für Sam den Anschein. Aber genauso wusste er, dass es ihn verwundbar machen konnte, dass hatte er aus der Vergangenheit gelernt. Er war hin und her gerissen. Sollte er es tatsächlich wagen? Immerhin wusste Alex bereits, dass er nicht der ist, der er zu sein vorgibt. Aber war dies dann nicht ein doppeltes Risiko, wie sicher konnte er sein, dass es nicht doch ein abgekartetes Spiel war? Eine Garantie gab es nicht.

Alex riss Sam aus seinen Gedanken: "Hey? Bekomm ich auch noch mal eine Antwort von dir, oder muss ich dir mir selber geben?" Sam verwarf seine Gedankengänge, zog Alex zu sich und küsste sie.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 10:31

Re: Doppeltes Spiel

Es war mal wieder einer jener Momente, die ich am liebsten für die Ewigkeit hätte festhalten wollen. Ich konnte es nicht, aber ich konnte Sam festhalten, zumindest für diesen Moment.

Aus einem mir unerklärlichen Grund fing ich plötzlich an, mich an Sam fest zu krallen, nicht etwa weil ich auf solche Praktiken stand, nein, wohl eher, weil ich Angst hatte. Allerdings konnte ich mir die plötzlich aufsteigende Angst nicht erklären. Ich wollte unter allen Umständen verhindern, dass Sam mich jetzt allein ließ. Ich hatte noch arg mit dem Zwischenfall von Moss zu kämpfen, aber das alleine war nicht der Grund, warum ich nicht wollte, dass Sam ging.

"Au!" vernahm ich mitten mal. "Hey? Was ist denn los?" fragte mich Sam. Ich war so damit beschäftig, heraus zu finden, wo die plötzliche Angst herkam, dass ich nicht bemerkte, dass ich mich immer noch ins Sam´s Klamotten gekrallt hatte. "Oh...tut mir leid." ich ließ ihn augenblicklich los und trat einen Schritt zurück. Ich konnte sehen, dass Sam mit dieser Reaktion von mir nichts anfangen konnte. Fest stand, dass ich gerade gefühls- als auch gedankenmäßig total durch den Wind war. Ich ließ mich auf´s Bett fallen um im selben Moment, wie von einer Tarantel gestochen wieder auf zu springen. Ich wusste, dass es ein komisches Bild abgeben musste, aber es war mir gerade egal. Ich schnappte mir Sam und zog ihn mit auf mein Bett.

Ich brauchte einen Moment, um wieder zur Ruhe zu kommen, folglich wühlte ich im Bett umher und versuchte irgendwie eine Position zu finden, die es mir ermöglichte, so nahe wie möglich an Sam ran rutschen zu können. Ich drehte und wendete mich ein paar mal um die eigene Achse. Ich hatte mir den linken Arm von Sam angeeignet und dachte auch nicht daran, diesen wieder los zu lassen. Mir war klar, dass Sam damit grad nichts anfangen konnte. Ich nahm seinen Arm und legte ihn über meinen Bauch. Endlich hatte ich eine Position gefunden, die mir zusagte. Wenn ich gekonnt hätte, dann wäre ich am liebsten unter Sam´s Klamotten gekrochen, aber so ging es auch erst mal.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 10:32

Re: Doppeltes Spiel

Mit einem leichten Grinsen, beobachtete Sam Alex ihre Wühlattacke. "Bist du nun fertig? Oder möchtest du dich lieber noch ne Runde umher drehen?" "Nein, geht schon, alles bestens." gab Alex von sich. "Du hast mir meine Frage noch nicht beantwortet. Was ist los? Ohne Grund krallst du doch nicht einfach, oder?" Sam sah sie misstrauisch an und hoffte diesmal auf eine Antwort von ihr. "Ich....ich weiß nicht...." stotterte sie mitten mal. "Du weißt was nicht?" wollte Sam genauer wissen, "ob du immer mal wieder krallst, oder was gerade bei dir los ist?" "Ich....." Alex schluckte, sie wusste nicht, wie sie ihm sagen sollte, dass er einfach bei ihr bleiben sollte, "Ich...." setzte sie erneut an. "Ich will nicht, dass du gehst!" platze sie plötzlich heraus.

Sam sah sie verwundert an: "Wo sollte ich den im Moment hin wollen? Ich bin froh, dass ich überhaupt noch hier drin bin, in der Organisation." Sam wollte oder konnte nicht direkt darauf eingehen, ob er bei ihr bleiben kann oder nicht. Alex drehte sich zu Sam, legte einen Arm auf seinen Bauch und kuschelte sich noch enger an ihn ran. Sam musste feststellen, dass es wohl im Moment nicht viel Sinn machen würde, sich mit Alex unterhalten zu wollen und beließ es erst mal dabei.

Die folgenden Tage verliefen relativ ruhig. Jamie hatte alle Hände voll zu tun, durch das System was Moss aufgebaute hatte durch zu steigen. Sam griff Jamie dabei unter die Arme, so gut es ging, ohne dabei großartig auffallen zu wollen. Emile schickte Sam immer wieder, für kleinere Aufträge, in die Stadt um zu gucken, wie schnell und zuverlässig Sam diese ausführte. Jedes Mal, wenn Sam unterwegs war, bangte Alex und hoffte inständig, dass Sam wieder heil im Hauptquartier ankommen würde.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 10:32

Re: Doppeltes Spiel

Es war schon komisch für mich, dass ich jetzt durch das Haus gehen konnte, ohne damit rechnen zu müssen, dass Moss mitten mal hinter mir stand um mir auf die Pelle zu rücken. Ich bekam Jamie in der letzten Zeit wenig zu Gesicht, sein neuer Posten vereinnahmte ihn voll und ganz. Ich saß unten im Saal. Er war zwar bei weitem nicht so gemütlich, wie Bibliothek oder die große Wohnküche, aber ich war trotzdem gerne hier. Mein Blick wanderte umher und blieb an der Fernsehzeitung hängen. "Was? Wir haben heute schon wieder Freitag? Ey? Ich bekomm hier aber auch gar nichts mehr mit." Es regte mich schon wieder auf, dass ich mal wieder mit den Wochentagen durcheinander kam, ich raffte mich aus dem großen, samtbezogenen Sessel und steuerte mein Zimmer an.

"Hm? Was zieh ich an?" da war sie wieder. Die berühmt berüchtigte Freitagabendausgehfrage. Ich stand vor meinem zu groß geraten Wandschrank und hatte die Qual der Wahl. Wie oft hatte ich schon überlegt, diesen mal wieder auszumisten, damit die Klamottenfrage mir nicht immer so schwer fallen würde, und jedes Mal konnte ich mich von keinem meiner Stücke trennen, dass wurde langsam zu einem echten Problem. Ich entschied mich für eine schwarze Stoffhose im Bootcutlook, einem eng anliegend schwarzen Top und dazu eine weiße Bluse mit Trompetenärmeln, es waren meine Lieblingsstücke.

Gut gelaunt, frisch gestylt und ein wenig aufgebrezelt machte ich mich auf den Weg nach unten.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 10:32

Re: Doppeltes Spiel

"Öhm? Wo willst du hin?" fragte Jamie sichtlich irritiert seine Schwester. "Weg!" trällert diese ihm entgegen. "Alleine?" "Ja! Warum?" Alex sah ihren großen Bruder, "nein, jetzt sag nicht, dass ihr schon wieder irgendwelchen Scheiß in der Stadt verzapfen wollt? Nicht heute, ich will auch mal wieder weggehen." protestierte sie. Jamie sah seine Schwester an: "Es tut mir leid, dann musst du dich mit Emile auseinandersetzten." Das war jetzt so ziemlich das Letzte, worauf Alex jetzt Lust hatte.

Ihre Laune war schon wieder am Gefrierpunkt angekommen: "Na fein, wo kann ich hingehen, ohne das ich gleich in die Luft gesprengt werde?" fragte sie zynisch und sah herausfordernd ihren Bruder an. "Am sichersten wärst du hier aufgehoben." gab Jamie zu. Alex blickte ihn entsetzt an: "Das meinst du nicht ernsthaft? Jamie? Sag mir einfach, wo ich nicht hin soll und gut." "Weiß Sam, dass du weggehen willst?" Alex glaubte gerade im falschen Film zu sein, war ihr Bruder gerade nicht mit einer Silbe auf ihre Frage eingegangen? "Spinn ich oder was? Was hat denn Sam damit zu tun, dass du mir nur sagen sollst, wo ich nicht hingehen soll? Und so weit ich das mitbekommen habe, ist Sam doch sowieso in der Stadt oder nicht? Zumindest weiß ich jetzt warum."

Jamie und Alex standen sich einen Momentlang schweigend gegenüber. "Oh nein, auf das Spiel lass ich mich dieses Mal nicht ein, Jamie! Du hast zwei Möglichkeiten, entweder du sagst mir jetzt, wo ich hingehen kann oder nicht, oder du lässt es und musst dann damit klar kommen, dass ich keinen blassen Schimmer habe, wo ihr wieder Scheiße baut. Und somit dann auch Gefahr laufe, darein zu geraten." "Schon gut!" Jamie gab klein bei und nannte seiner jüngeren Schwester jene Orte, die sie meiden sollte. Alex grinste triumphierend: "Danke." sie knuddelte noch kurz ihre Bruder und verschwand dann in der aufkommenden Nacht.

Es war eine Weile her, dass Alex in die Stadt rein fuhr um sich mal wieder zu amüsieren. Was wohl nicht zu letzt daran gelegen haben mochte, dass egal was sie tat oder wo sie hinging, Moss sie immer verfolgt hatte. Sie traf sich mit einigen Freunden in einer gut besuchten Bar. Es war eine gemütliche Bar. Sie hatten einen Tresen, der über Eck verlief und an dem ungefähr 10 Barhocker einen Platz fanden. Die Bar war nicht sehr groß und es gab nur fünf Tische mit jeweils vier Stühlen, die allesamt aus dunklen Holz waren. Zusätzlich zu den Tischen, gab es noch zwei Sitzecken, die immer belegt waren, da sie etwas abgeschirmt lagen. In einer dieser Ecken fand auch Alex ihre Freunde vor. Einige von ihnen spielten gerade Billard. Der Tisch war immer gut gesäumt von Spielenden. Er stand ein wenig separat, da er auf eine Art Podest stand. Sie nickten ihnen kurz zu und setzte sich dann mit an die Ecke. Alex musste erst mal Rede und Antwort stehen, warum sie sich so lange nicht gemeldet hatte. Es war immer die gleiche Geschichte, die Alex auftischte: Sie wäre mit ihrem Bruder unterwegs gewesen auf Geschäftsreise. Sie konnte denen ja schlecht erzählen, was wirklich los war. Das Risiko wollte sie dann doch nicht eingehen.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 10:33

Re: Doppeltes Spiel

Es war herrlich, mal wieder unter andere Menschen zu kommen. Doch verfolgte ich immer wieder die Nachrichten, die über einen kleinen Fernseher in die Bar ausgestrahlt wurden. In jeder neuen Stunde hoffte ich, dass es keine neuen Themen geben würde. Nach dem das dritte Mal nichts Neues durch die Nachrichten ging, widmete ich mich wieder voll und ganz meinen Freunden. Ich hatte jedes Mal das Gefühl, dass die Zeit wie im Flug verging.

Wir waren gerade in ein Gespräch vertief, als ein Raunen durch die Bar ging und die ersten sich auf die Nachrichten konzentrierten. Nein, es war so weit. "Die JBA bekannte sich vor wenigen Minuten zu dem Anschlag, in dem mehrere Menschen ums Leben gekommen...." vernahm ich aus dem Fernsehen, ich musste mit den Tränen kämpfen, dass Emile Anschläge verübte, damit konnte ich gerade noch so zu recht kommen, aber wenn Menschleben auf dem Spiel standen, dann war er mal wieder eindeutig zu weit gegangen.

Es herrschte eine unangenehme Stille in der Bar und ich hatte das Gefühl, dass alle mich anstarren würden und genau wüssten, wo ich herkam und wer ich bin. Ich ertrug diese Atmosphäre noch einige wenige Minuten, entschuldigte mich dann bei meinen Freunden und entschwand zu meinem Auto.

Ich setzte mich rein, schloss die Tür und lies meinen Tränen freien Lauf. Ich wusste, dass Sam keine andere Wahl gehabt hat als den Anschlag durchzuführen und wusste auch genau, dass es deswegen auch "nur" so wenig Opfer gab. Ich war mir ziemlich sicher, wenn Jamie an Sams Stelle gewesen wäre, dann hätte die Zahl der Opfer anders ausgesehen, sehr anders.

Jemand klopfte an meine Scheibe, dadurch dass alles beschlagen war konnte ich nicht erkennen um wenn es sich handelte und kurbelte deswegen meine Scheibe runter.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 10:33

Re: Doppeltes Spiel

Alex hatte die Scheibe noch nicht ganz unten, als ihr bewusst wurde, dass es ein Fehler gewesen war. Sie blickte in das hässliche Grinsen von Moss. "Sieh an, sieh an. Wenn haben wir denn da?" fragte Moss gehässig, öffnete dabei die Autotür und machte Alex eine einladende Geste, ihr Auto zu verlassen. "Wird man dich eigentlich nie los?" Alex musste sich zusammenreißen, damit sie nicht anfing wie Espenlaub zu zittern. Nicht nur, dass sie diesen Kerl, der gerade vor ihr stand, abgrundtief hasste, nein, er hatte es geschafft, dass sie nun auch noch Angst vor ihm hatte.

"Na was denn? Och, jetzt komm schon. Lach doch mal, für mich." Moss griff Alex unter ihr Kinn um sie besser sehen zu können. "Fass mich nicht an." fauchte sie Moss entgegen und schlug seine Hand von sich weg. "Ahh, zumindest das hat sich nicht geändert. Ach weißt du eigentlich, dass dein neuer Freund ein Spion ist?" fragte Moss so ganz beiläufig. Alex entglitten sämtliche Gesichtszüge: "Wie bitte? Wo hast du denn den Quatsch her? Wenn er einer wäre, dann hätte ich das wohl als Erste mitbekommen, oder? Oder glaubst du, dass er sonst noch bei uns wäre?" sie versuchte so überzeugend wie möglich zu klingen, ohne auch nur die Spur eines Zweifels aufkommen zu lassen.

"Also meine Informanten, haben mir da was ganz anderes erzählt." "Und was haben sie dir erzählt?" fragte Alex neugierig, da sie darüber mit Sam noch nicht gesprochen hatte, wusste sie tatsächlich nicht, wie er eigentlich eingeschleust wurde. "Nun ja, er soll angeblich Agent bei der NSA sein, die haben ihn zum Schein rausgeworfen, ihn in einen Banküberfall verwickelt, wo er jemand getötet haben soll, ist deswegen in den Knast gewandert, wo er deinem Bruder natürlich rein zufällig kennen gelernt hat und konnte somit dann mit Jamie flüchten. Und da dein Bruder ja besonders leicht zu beeindrucken ist, war es natürlich nicht weiter schwer für ihn, Jamie mit der Flucht zu beeindrucken."

"Aha, schicke Story. Is dir schon mal aufgefallen, dass Sam genau das gleiche erzählt, wie du jetzt? Nur das er nichts von der NSA erwähnt hat?" Moss starrte Alex sekundenlang an und ließ das eben gesagte noch einmal im Kopf Revue passieren. Alex konnte sehen, wie es in Moss´ Gehirnwindungen anfingt zu arbeiten. Moss bemerkte seinen Fehler, ließ ihn sich aber nicht anmerken. Stattdessen ging er einen Schritt näher auf Alex zu und drängte sie so an ihren Wagen ran.

Alex wusste, dass ihr diesmal niemand zur Hilfe kommen würde und versuchte daher Moss auszuweichen. Moss ahnte ihren Schritt voraus und setzte sie an ihrem Auto fest. "Lass mich los." zischte sie und wehrte sich so gut es ging. Was ihr sichtlich schwer fiel, da sie mit aufkommender Panik nun auch noch zu tun hatte. "Ach jetzt komm schon, zier dich nicht so. Von dem Neuen hast du doch eh nicht viel, dafür sorgt doch Emile schon." "Das lass mal meine Sorge sein, wie viel ich von Sam habe oder nicht. Du bist raus aus der Organisation, finde dich damit ab." Alex versuchte immer wieder Moss auszuweichen. Er dachte gar nicht daran, sie wieder gehen zu lassen, drückte sie mit seinem gesamte Körpergewicht gegen den Wagen, hielt ihren Kopf fest und küsste sie.

Alex spürte wie Moss ihr, durch sein Gewicht die Luft abschnürte und dadurch auch nicht mehr in der Lage war, sich großartig wehren zu können. Langsam wurde es schwarz um Alex herum, sie durfte keinesfalls die Besinnung verlieren, denn dann würde sie weder Jamie noch Sam so schnell wieder sehen. In selben Augenblick, wie ihr diese Gedanken durch den Kopf schossen, bemerkte sie, dass sie plötzlich wieder Luft zum atmen bekam. Jemand hatte sie von Moss befreit. Sie versuchte einen klaren Blick zu bekommen, konnte jedoch nur erkennen, dass Moss von einer anderen Person von ihr weggezogen wurde. Sie ließ sich am Auto in die Hocke rutschen, kauerte sich zusammen und versuchte sich selbst wieder zu beruhigen. Sie beobachtete, die ihr immer noch fremde Person, wie diese Moss mit zwei gekonnten Schlägen außer Gefecht setzte.

Einen kurzen Augenblick später stand diese Person wieder vor Alex, ließ auch in die Hocke sinken und nahm sie in den Arm. Alex zuckte instinktiv zusammen und wollte die Person von sich wegstoßen, bis sie bemerkte, dass es Sam war, der vor ihr hockte. Völlig aufgelöst, fiel sie Sam um den Hals und fing an zu weinen. "Alex? Sieh mich an!" von Alex kam jedoch keine Reaktion. "Alex? Du sollst mich ansehen." befahl Sam ihr. Sie löste sich ein Stück von Sam um ihn ansehen zu können, sagte aber kein Wort. "Alex? Wir müssen hier weg." Sam zog sie mit sich nach oben, brachte sie auf die andere Seite ihres Wagens, setzte sie auf den Beifahrersitz und stieg selbst auf der Fahrerseite ein. Mit der nötigen Eile, jedoch ohne großartig aufzufallen, jagte Sam den Wagen über die Straßen zum Hauptquartier der JBA.

Am Eingang kam Sam Jamie schon entgegen. "Was ist passiert? Sie war doch nicht etwa...." Sam schnitt ihm ins Wort: "Nein, sie ist Moss über den Weg gerannt. Wusstest du nicht, dass er noch in der Stadt ist?" Sam hatte Alex in den Armen und brachte sie rauf in ihr Zimmer. "Wie bitte? Er ist noch hier?" "Verbieten können wir es ihm nicht." bemerkte Sam und legte Alex auf ihr Bett, "ich hätte es besser wissen müssen, dass Moss nicht so schnell aufgibt." nuschelte Sam vor sich hin und blieb noch einen Moment bei Alex am Bett. "Bleibst du bei ihr? Falls sie aufwacht?" fragte Sam etwas besorgt in Jamies Richtung. "Ja klar, aber wo willst du hin?" "Ich will nur unter die Dusche." damit verschwand Sam ins Bad.

Sam kam aus dem Bad und wurde auch gleich zu Emile ins Büro zitiert. Er musste Bericht erstatten. "Moss ist noch in der Stadt, war das so angedacht?" wollte Sam von Emile wissen. "Ich bin noch nicht ganz fertig mit ihm. Ich schätze es nicht sehr, wenn Mann seinen körperlichen Vorteil gegenüber Frauen zum Ausdruckt bringt, um zu bekommen, was man will." Emile sah Sam an, "Du hast ihn gesehen, oder bist du im begegnet?" "Ihm begegnet, besser gesagt ist er Alex begegnet." Sam zog keinen nutzen daraus, Emile zu heimlichen, was in der Stadt zwischen ihm, Alex und Moss vorgefallen war.

Emile war nicht sonderlich davon angetan, was er hörte, erkundigte sich aber dennoch: "Ihr geht es gut?" "Sie ist ein wenig durch Wind." Emile musterte Sam genauer: "Und du? Was ist mit dir?" Sam war im ersten Moment verwirrt, was Emile bemerkte. "Du hast dich hier als sehr wertvoll erwiesen, ich möchte nicht, dass deine Kompetenzen darunter leiden, weil du nicht bei der Sache bist, sondern stattdessen bei Alex. Was ich durchaus verstehe kann, dann kann ich dich aber nicht weiter als aktives Mitglied bezeichnen, zumindest so lange nicht, wie die Sache mit Moss nicht aus der Welt geschafft ist." Sam musste sich keine Antwort überlegen, er wusste, dass es Alex nichts bringen würde, wenn er sich jetzt von Organisation zurückziehen würde.

"Mach dir um mich keine Sorgen. Ich habe meine Gefühlswelt durchaus ganz gut im Griff. Definitiv besser, als manch ehemaliges Mitglied." Emile konnte sich ein Grinsen, bei dieser Bemerkung, nicht verkneifen. "Sehr schön, dass war alles was ich wissen wollte. Feierabend für heute."

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 10:33

Re: Doppeltes Spiel

Als ich wach wurde, war es stockfinster in meinem Zimmer. Ich hatte ich keine Orientierung, wusste nicht genau wo ich lag und bekam Angst. Ich spürte, wie ich anfing zu zittern. "Ssschhhhhh!" hörte ich mitten mal hinter mir. Ich erschrak, wirbelte vom Bett hoch und verkroch mich automatisch in eine Ecke, weit weg von dem war, was ich gerade hörte. Es wurde hell in meinem Zimmer und ich erkannte Sam, der noch auf meinem Bett lag. Ich kauerte mich in meiner Ecke zusammen und zitterte am ganzen Leib. Sam erhob sich vom Bett und kam auf mich zu, obwohl ich wusste, dass er mir nichts tun würde, wich ich ihm aus.

Sam hockte sich genau vor mich, nahm mich behutsam in seine Arme und brachte mich wieder auf´s Bett. Ich musste mich zwingen, mich wieder zu beruhigen. "Er weiß es!" hörte ich mich plötzlich sagen. "Was weiß er?" Sam wusste anscheinend, dass ich Moss gemeint hatte. "Er weiß, dass du ein Spion bist." ich war noch viel zu durcheinander, als das ich jetzt alles wieder zusammen bekommen würde, was mir Moss erzählt hatte. Sam zog mich an sich und schloss seine Arme um mich. "Bist du dir ganz sicher?" fragte er mich ruhig und leise. Ich war mir im Moment eigentlich bei gar nichts mehr sicher und schüttelte daher nur meinen Kopf. Ich merkte, wie erschöpft ich war, legt meine Kopf auf Sams Oberköper und schlief keine zwei Minuten später wieder ein.

In den nächsten Tagen herrschte bei uns im Haus Hochbetrieb, wovon ich allerdings wenig mitbekam. Ich verließ mein Zimmer nur, wenn es unbedingt nötig war. Ich wurde den Gedanken nicht los, dass Moss urplötzlich wieder hinter mir oder vor mir stehen könnte und mich wieder an irgendeine Wand pinnte. Ich wusste, dass es für Sam nicht leicht war, dass sagte mir auch Jamie ein paar mal mehr, als notwendig gewesen wäre. Sam versuchte so gut es ging bei mir zu sein und hielt mich auf dem Laufenden, was Emile zurzeit anstrebte und was los war. Er erzählte mir, dass er es durch die diversen Stadteinsätze geschafft hatte, seine Kontaktperson zu informieren und dass er versuchen will, sich demnächst mit ihr zu treffen. Obwohl ich es für ein großes Risiko hielt, war ich doch froh darüber, dass es langsam voran ging, was die Informationsbeschaffung anging.
Nach dem ich knapp eine Woche mein Zimmer nicht verlassen hatte, versuchte ich über meine Schatten zu springen und hatte mir vorgenommen, am See spazieren zu gehen.

Ich war bereits in der riesigen Eingangshalle angekommen, als Jamie mir über den Weg lief. "Alex?" stellte er freudig fest, "Du willst raus gehen?" Nicht nur, dass ich kaum noch aus meinem Zimmer kam, wortkarg war ich auch noch geworden und so nickte ich nur zur Antwort. Ich war Emile in der ganzen Zeit nicht einmal begegnet, seit dem zweiten Vorfall. Nun stand er mitten mal neben Jamie und sah mich komisch an. "Mädel, du brauchst ganz dringen mal ein wenig Frischluft, du siehst scheiße aus." Mir blieb keine andere Wahl, als bei diesem liebreizenden Kompliment zu grinsen. "Hatte ich mir gerade vorgenommen, ich will zum See runter." Emile konnte oder wollte ich nicht anschweigen, ich weiß es nicht, ich hielt es für besser, ihm eine vernünftige Antwort zu geben.

Er nickte zustimmend und verschwand dann wieder genauso schnell, wie er aufgetaucht war. "Ist keiner weiter im Haus, heute?" fragte ich meine Bruder. Er starrte mich an, als wenn ich von einem anderen Stern gekommen war. "Du sprichst doch noch mit mir? Wahnsinn. Nein, es ist heute keiner weiter hier, außer mir und Emile, ich glaube Sam ist joggen gegangen, den dürftest du dann unten am See wieder sehen." Wieder nickte ich nur zur Antwort, sah mich noch einmal kurz um und machte mich dann auf den Weg zum See. Ich überlegte, wann das Haus das letzte Mal wie ausgestorben wirkte. Ich konnte mich nicht mehr daran erinnern, es muss schon zu lange her gewesen sein.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 10:34

Re: Doppeltes Spiel

Alex lies sich die frische Morgenluft um die Nase wehen. Erst jetzt merkte sie, dass es ihr gefehlt hatte, auch wenn sie sich immer noch ganz wohl dabei fühlte, dass Haus so weit hinter sich zu lassen. Sie schlenderte gemütlich den schmalen Weg entlang, der um den See herum führte und fing an, mal wieder die Wasseroberfläche zu beobachten. Sie ging gedankenverloren weiter und wurde erst wieder in die Realität zurückgeholt, als sie Geräusche vernahm. Sie drehte sich um und musste zu ihrem Leid feststellen, dass sie bereits weiter vom Haus entfernt war, als sie geplant hatte. "Mist, warum muss ich auch immer so in Gedanken versinken." fluchte sie halblaut vor sich her und wollte gerade den Rückweg antreten, als ihr sie etwas im Gebüsch erkennen konnte.

"Hmpf, verdammt Sam, bist du noch zu Retten? Wahrscheinlich nicht, oder?" sie konnte nicht anders, als Sam anzumaulen. Er rappelte sich hoch und kam wieder zum Vorschein. Alex war außer sich und ging Sam an: "Tickst du noch ganz richtig? Ich sterb´ ich grad 1000 Tode und du übst in der Zeit, wie man zum Busch mutiert, oder wie?" genauso so schnell, wie ihre Wut hoch kam, so schnell verging sie auch wieder. Sam bot ein Bild, das einfach zu göttlich war. "Du Busch, du." grinste sie ihn mitten mal an und zupfte ihm einige Blätter aus den Klamotten. "Tut mir leid, ich wollte dir keinen Schrecken einjagen." "Hast du aber." schmollte Alex rum. Sie sah sich noch ein Mal genauer um: "Ähm? Sam? Ich weiß nicht, liegt vielleicht daran, dass ich heute zum ersten Mal wieder frische Luft schnappe, du kannst mich natürlich auch gerne für bekloppt erklären, aber bitte sag mir, dass da noch jemand im Gestrüpp hockt." Sie war sich eigentlich nicht sicher, was sie da sah, aber die Silhouette sah sehr nach einem Mensch aus.

Sam sah Alex verwundert an: "Du hast ihn gesehen?" fragte er erstaunt. "Wen? Das Gestrüpp da, was sich irgendwie immer mal wieder bewegt, wie lange kann er da wohl so hocken, hm?" fragte sie frech in die Gestrüpprichtung und grinste dabei Sam an. Sam stellte erleichtert fest, dass es Alex anscheinend wieder besser ging, zumindest im Augenblick wohl. Das Gestrüpp bewegte sich und trat nun auch auf den Weg raus. Da Alex sich bis vor zwei Sekunden nicht sicher war, was den lebend Busch anging, machte sie einen erschreckten Satz hinter Sam. "Wääähhh!" "Alex? Alex, dass ist Lambert, meine Kontaktperson." "Na prima, warum trefft ihr euch nicht gleich im Haus, wäre noch unauffälliger, hm?" kommentierte sie erst hinter Sam und lugte anschließend um ihm rum und musterte Lambert.

"Wir sollten hier nicht stehen bleiben." bemerkte Sam. "Nein, das sollten wir nicht tun." gab der lebende Busch von sich. "Also Tarnung in allen Ehren, aber dis is ja sehr extrem, oder?" "Zumindest können wir so sicher sein, dass ihn niemand erkennt, oder hast du ihn vom Haus aus erkennen können?" fragte Sam und drehte sich dabei ein mal um seine eigene Achse, da er hinter sich Alex erwartet hatte. Die allerdings wanderte gerade mit Sams Bewegung mit, so das es wenig Sinn macht, sie sehen zu können. "Sag mal, was wird denn das?" "Ich trau´ deinem Busch nicht, dass ist alles." "Du spinnst, echt mal." Lambert war schon längst wieder im Gestrüpp verschwunden. "Und du meinst, dass du mit ihr zu recht kommst, hm?" gab es mal wieder eine Frage aus dem Unterholz. "Was soll denn diese Anspielung, du Busch. Natürlich kommt Sam mit mir klar." empörte sich Alex. "Alex?" "Hmpf, schon gut, tut mir leid." rief sie ins Gestrüpp rein. Sam verdrehte die Augen, "Was ist nur heute los mit dir? Also nicht, dass es das nicht gut finden würde, aber im Gegensatz zu den letzten Tagen, bist du heute wie aufgekratzt!" Alex sah Sam an, zog ihn zu sich und küsste ihn.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 10:34

Re: Doppeltes Spiel

Sam und ich gingen zurück in Richtung Haus. "Glaubst du, dass Moss irgendwie gewusst hat, dass ich in der Stadt war?" fragte ich Sam leise. Sam überlegte: "Ganz ausschließen würde ich es nicht." "Aber woher? Dann muss er doch noch mit irgendjemanden hier Kontakt haben, oder?" der Gedanke, dass Moss anscheinend immer noch darüber bescheid wusste, wo ich war oder was ich machte, machte mich total fertig. "Oder haben wir vielleicht irgendwas am Auto übersehen? Ist da vielleicht noch irgendwie ein Sender?" fragte ich Sam besorgt. "Nein, am Auto ist nichts, ich hab es noch einmal untersucht, der Gedanke kam mir nämlich auch schon." "'Also doch eine undichte Stelle?!" vermutete ich leise. "Wir werden schon raus finden, woher er das gewusst hat." versuchte mich Sam wieder beruhigen. "Jamie is einfach nicht der richtige für den Job. Er mag zwar für Emile unersetzlich sein, aber als Sicherheitschef ist er der totale Reinfall, sonst hätte er längst geschnallt, dass es ne undichte Stelle gibt." irgendwie regte mich das auf, ich wusste nur nicht so recht, warum eigentlich?! Sam verkniff sich seinen Kommentar dazu und den Rest des Weges legten wir schweigend zurück.

Den Rest des Tages bekam ich weder Sam noch Jamie weiter zu Gesicht. Emile hatte die beiden total in Beschlag genommen. Ich verfiel mal wieder in Gedanken und musste feststellen, dass ich irgendwie hin und her gerissen war, was meine Gefühle anging. Wenn Sam es tatsächlich schaffen sollte, die Organisation hoch gehen zu lassen, dann würde ich meinen Bruder nicht wieder sehen, wahrscheinlich. Mal davon abgesehen, dass ich bisher auch nicht wusste, wie es mit mir weiter gehen sollte. Was passierte mit mir? Das Jamie wieder in den Knast gehen würde, war mir jetzt schon klar. Würde ich auch ins Gefängnis wandern? Der Gedanke machte mir Angst. Das war so ziemlich der letzte Ort wo ich hin wollte. Und noch eins beschäftigte mich. Würde ich Sam danach überhaupt noch mal wieder sehen? Auch diesen Gedanken konnte ich nicht ertragen. Ich liebte ihn und von ihm getrennt zu sein, dass konnte ich mir nicht mehr vorstellen, zumindest nicht auf Dauer.

Aber was versuche ich mir hier vor zu machen? Natürlich gehe ich ins Gefängnis. Schließlich bin ich ja mit wissend und mache nichts dagegen. Ich fing mal wieder an zu zittern, ich hatte Angst. Angst davor so zu enden, wie mein Bruder. Im Gefängnis. Ich hatte mitten mal das Gefühl, dass mein Zimmer mich ersticken würde, ich ergriff die Flucht aus meinem eigenen Zimmer und suchte die Bibliothek auf. Ich nahm mir die Decke, die immer über einem der Sessel hing, kuschelt mich darin ein und setzte mich vor den Kamin. Irgendjemand hatte ihn bereits in Gange gebracht, worüber ich irgendwie froh war, da mir wahnsinnig kalt war. Ich saß eine ganze Weile vor dem offenen Kamin und starrte in die Flammen. Mir fiel auf, dass ich bisher noch nicht wirklich mit Sam irgendwie mal weg war, dass wollte ich nachholen.

Ich überlegte, dass Sam wahrscheinlich Emile nicht fragen würde, ob er einen Abend mal frei bekommen würde, also ich entschied ich mich dazu, dass für Sam zu machen, auch wenn ich Gefahr lief, dass er es nicht gut heißen würde. So machte ich mich auf den Weg in Emiles Büro.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 10:34

Re: Doppeltes Spiel

Alex stand vor Emiles Bürotür und war sich eigentlich nicht sicher, was sie da tat. Sie wollte sich gerade abwenden, als die Tür aufging und Emile vor ihr stand. "Du wolltest zu mir?" mutmaßte er. Alex schluckte, die Entscheidung, die sie eben noch für grandios hielt, wirkte nun gar nicht mehr so toll und so stand sie vor Emile und brachte keinen Ton heraus. Emile kannte Alex nun schon eine ganze Weile und wusste ziemlich genau, dass es nicht viele Gründe geben konnte, warum sie ausgerechnet vor seiner Tür stand. Er öffnete diese wieder und bat Alex rein.

"Nun? Womit kann ich dir helfen?" Sie verfluchte sich jetzt schon, dass sie es tatsächlich in Erwägung gezogen hatte, über Sams Kopf hinweg etwas entscheiden zu wollen. Aber genauso gut wusste sie, dass sie hier auch nicht wieder so ohne weiteres raus kommen würde. Emile würde ihr an der Nasenspitze ansehen, dass sie lügen würde, wenn sie nicht mit dem eigentlich Grund raus rücken würde. "Ist nicht so wichtig." versuchte sie einzulenken und irgendwie wieder aus der Sache raus zu kommen. "Alex?" kam es ihr scharf entgegen. Sie zog automatisch den Kopf ein. "Was willst du?" Sie atmete noch ein Mal tief durch: "Ich wollte dich fragen, ob du Sam für einen Abend entbehren könntest?!" Emile grinste sie an: "Oh? Du willst mit Sam ausgehen?"

Alex hätte es so vielleicht nicht genannt, aber es traf die Sache doch ganz gut. "Ja." "Und warum kommt Sam dann nicht zu mir und fragt deswegen?" wollte er wissen. "Weil er dich 1. wahrscheinlich nicht danach fragen würde und 2. kam mir das gerade erst in den Sinn." gab sie zu. Emile bedachte sie mit einem dieser Blicke, die sie nie zuordnen konnte. "Ich werd sehen, wann Sam mal einen Abend für mich entbehrlich sein könnte." Es war eine furchtbare Angewohnheit von Emile, manche Dinge nicht gleich klären zu wollen, aber vorerst musste sich Alex damit zu frieden geben. "Danke." sie verschwand so schnell es ging aus dem Büro wieder in die Bibliothek.

Es war bereits Abend, als Jamie, Sam und einige andere wieder ins Hauptquartier zurückkamen. Alex war mal wieder erleichtert, dass Jamie als auch Sam unversehrt zurückgekommen waren. Ungeduldig tigerte sie in ihrem Zimmer auf und ab, sie musste warten, da Sam und Jamie mal wieder Bericht erstatten mussten und das konnte durchaus auch mal ein paar Stunden dauern. Wie Alex schon desöfteren feststellen musste.

Sam kam ohne anklopfen bei Alex ins Zimmer rein und lies sich auf´s Bett fallen. "Du siehst fertig aus!" stellte sie nach kurzer Musterung fest. "Ich bin es auch." gab Sam erschöpft von sich. "Will ich wissen, wo ihr ward und was ihr gemacht habt?" "Nein, willst du nicht wissen." Alex gab sich mit der Antwort zu frieden, krabbelt zu Sam auf´s Bett und kuschelt sich an. "Ähm? Emile hat mir für morgen Abend frei gegeben," stellte Sam erstaunt fest "weiß du was?" Alex verzog das Gesicht und sah Sam verzeihend an: "Na ja.....also.....weißt du...." sie traute sich nicht so recht mit der Wahrheit raus zu rücken "ich wollte gerne......." sie brach ab. Sam sah sie fordernd an: "Jaaaahaaa? Was wolltest du gerne?" "Ich wollte gerne mit dir mal weggehen und da hab ich Emile gefragt, ob er dich für einen Abend mal entbehren könnte." Alex zog ihren Kopf zwischen die Schultern und wartete auf ein Donnerwetter seitens von Sam.

"Aha, du hast nie etwas davon erwähnt! Aber warum hast DU Emile gefragt?" Sam sah Alex an, nahm ihr Gesicht in seine Hände, um sie anblicken zu können, da Alex Sam nicht ansehen konnte. "Weil ich vermutet habe, dass du ihn nicht fragen würdest, deswegen...Sam? Es tut mir leid, ich wollte nicht über deinen Kopf hinweg entscheiden...ich.....ich." sie kam mal wieder ins stottern und wusste nicht recht, was sie noch sagen sollte. Sam hob ihr Kinn ein Stück an und küsste sie. "Wenn so was jetzt nicht alltäglich wird, werde ich es wohl überleben, dass du dieses Mal über meinen Kopf hinweg entschieden hast."

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