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Doc DG

durchgeknallt aber glücklich

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1

Mittwoch, 17. Oktober 2007, 15:41

Is this Love?

Autor: Doc DG
Altersempfehlung: G-6
Charaktere: Don Eppes, Mel, Charlie Eppes, Alan Eppes
Genre: General
Warnungen: Keine
Spoiler: Ich denke nicht, dass man durch das lesen dieser Story in irgendeiner Weise gespoilert wird.
Kapitel: 14
Fertiggestellt: Ja
Erstellt: 08.06.2007
Letztes Update: 08.06.2007
Kommentar: Inspiriert durch das emsige Schreiben von Charlie, dem genialen Schreibstil von Elijah und der Sehnsucht getrieben, liebend gerne an der Stelle von Mel zu sein, habe ich mich auch mal eine FF rangewagt.


Mich traf die Nachricht darüber, dass wir morgen eine Matheklausur schreiben, wie aus heiterem Himmel. Besser gesagt habe ich diesen schrecklichen Termin einfach nur in ein tiefes schwarzes nirgendwo in meinem Hirn verdrängt.
"Wie wir schreiben morgen Matheklausur? Wann und über was denn überhaupt? Das Semester hat doch gerade erst angefangen!"
"Wir schreiben morgen in den ersten beiden Stunden, über lineare Funktion, Mel!" drang irgendwo leise in mein Unterbewusstsein ein. Es kam von Annie, eine gute Freundin von mir.
"Na toll und das bedeutet im Klartext, was?"
Annie schaute mich nur verständnislos an, schüttelte den Kopf und sagt dann seufzend:" Das heißt: die Berechnung von Schnittpunkten von Parabeln und Geraden und dafür brauchst du auf jedenfalls die pq-Formel, falls du weißt was das ist?"
"Ja danke, kann mich gerade noch so daran erinnern, sonst noch was?", ich war schon wieder ein bisschen genervt, weil Annie genau weiß, dass ich eine absolute Niete in Mathe bin und ich meinen schönen freien Nachmittag schon den Bach runter gehen sehe und ihn mit pauken, pauken und nochmals pauken verbringe werde. Na toll, so hab ich mir meinen Nachmittag vorgestellt. Jetzt konnte mir nur noch einer weiter helfen. Prof. Eppes!
Direkt nach dem Gespräch zwischen mir und Annie, bin ich ohne Umwege zum Büro von Prof. Eppes. Ohne anzuklopfen stürmte ich kurzer hand sein Büro.
"Charlie du musst mir unbedingt helfen, bitte"
"Lass mich raten, du schreibst Matheklausur? stimmt´ s oder hab ich recht?", oh wie ich es hasse, diesen triumphierenden Tonfall, aber egal.
"Ja, bitte kannst du mir helfen? Können wir heute zusammen lernen bzw. du erklärst und ich höre zu! Bitte sag jetzt nicht, du hast keine zeit."
"Hmm...wann heute?" na was war denn das für eine Frage? Am besten jetzt sofort, je früher desto besser.
"Am liebsten wäre mir heute noch, so quasi nach Unterrichtsschluss?" antwortete ich ein wenig verzweifelt.
"Na gut, aber nur weil du es bist, sagen wir so gegen drei bei mir?", oh ja danke, Charlie war meine Rettung.
"Super, ich danke dir, du hast was gut bei mir, bis nachher." Voller Freude über seine Zusagen knuddelte ich ihn noch schnell und trollte mich meines Weges zum Unterricht.

Ich hab´ Charlie letzten Sommer kennen gelernt, als ich mir die Uni angesehen habe. Na ja kennen gelernt ist vielleicht ein bisschen übertrieben. Ich hätte ihn fast über den Haufen gefahren. Er hat mir damals erzählt, dass er es sehr eilig hatte und ist deswegen wie ein Henker quer über den ganzen Campus geheizt mit seinem Bike. Nun ja, was soll ich sagen... da ich den Campus zu diesem Zeitpunkt noch nicht kannte, bin ich einwenig desorientiert über den Parkplatz geeiert und beim zurücksetzen meines Wagens, weil ich natürlich einen Panzer fahre und in die größten Lücken nicht reinpasse, hätte ich Charlie bald unter meinen Reifen gehabt. Ein gutes hatte die ganze Sache aber damals, ich hatte gleich jemanden der mir den Campus gezeigt hat.

Ich sollte aber vielleicht noch dazu sagen, dass wir beide kein Paar sind. Wir verstehen uns einfach gut, das ist alles. Mich wundert es eh nicht, da meine Freunde zu 90% alle männlich sind. Annie ist da echt ´ne krasse Ausnahme. Annie und ich sind diesen Sommer erst nach Los Angeles gezogen. Von daher war ich schon recht froh darüber, wenigsten einen hier zu kennen. Charlie hat uns auch damals geholfen für diesen Sommer ein Apartment hier in Los Angeles. zu finden. Also ehrlich gesagt wüsste ich nicht, was ich ohne ihn getan hätte. Wahrscheinlich hätte ich dumm aus der Wäsche geschaut.

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eben hat es in meinem Kopf noch Sinn gemacht!

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Mittwoch, 17. Oktober 2007, 15:41

Re: Is this Love?

Es war an einem der heißesten Tage, seit langer Zeit in Los Angeles, als Don ihr zum erst mal begegnet ist. Er kam gerade von der Arbeit und wollte noch einen Zwischenstopp bei seinem Vater und seinem Bruder Charlie machen. Es muss kurz nach 22 Uhr gewesen sein, als Don das elterliche Haus erreichte. Wie gewohnt betrat er das Haus, kam in den Flur und war froh endlich Jackett und das durch geschwitzte Hemd ausziehen zu können. Er fand seinen Vater in der Küche.
Ein kurzes "Hey Dad" und "wo ist Charlie?" kam ihm über die Lippen, während er im Kühlschrank nach etwas essbaren und einem eiskalten Getränk Ausschau hielt.

"Hey Don, Charlie ist im Schuppen. Er hat Besuch! Weiblichen Besuch!" sagte Alan mit einem breiten grinsen im Gesicht.
"Ach is nich´ wahr?! Ist sie seine Freundin?" antwortete Don ganz erstaunt, nachdem er noch ein Stück Pizza, vom Vortag, und ein eiskaltes Bier aus dem Kühlschrank geangelt hatte und gerade dabei war die Pizza aufzuwärmen.
"So was darfst du mich nicht fragen, da hab ich keine Ahnung von, ob sie ist oder nicht oder was ganz anderes."
"Wie lange sind sie schon da drin?" fragte Don ein wenig ironisch. Alan überlegt und zuckte, nach kurzem überschlagen der Zeit, mit den Schultern.
"Ich weiß es nicht" antwortete er schließlich als er feststellen musste, dass Don das Schulterzucken gar nicht wahrgenommen hatte.
"Wie, du weißt nicht wie lange sie schon zusammen da drin sind? So was muss man doch wissen als Vater" erwiderte Don mit einem lachen.
"Ach du, was weißt denn du schon..."
"Ich werd´ mal rüber schau´ n" entschied sich Don, der aus dem grinsen gar nicht mehr raus kam, nachdem er sein sehr opulent ausgefallenes Abendessen zu sich genommen hatte. Er schnappte sich seine halbleere Bierflasche und schlenderte gemütlich zum Schuppen rüber.
Die Tür des Schuppens stand weit offen, denn es war trotz später Stunde doch immer noch sehr warm. Don fragte sich gedanklich, wie man bei solchen Temperaturen überhaupt in so einem Schuppen arbeiten, geschweige denn denken kann. Schon von weitem hörte er lautes Gelächter und immer wieder ein paar Wortfetzen von irgendwelchen Gleichungen.


"Also wenn 'm' gleich die Steigung ist, was war denn noch mal 'b'?"
"Oh man Mel, du schaffst mich heute noch! Dann ist 'b' gleich der Schnittpunkt"
"Ach ja, ich hab dir doch gesagt, dass ich mir so´ n scheiß nicht merken kann und ´ne totale Niete in so was bin!"
"Ja das merke ich" hörte Don seinen kleinen Bruder völlig entnervt sagen
"So und jetzt noch mal für dich: wie lautet die Gleichung für die erste Ableitung?" Gedanklich betete Charlie, dass Mel das wenigstens behalten hatte.
"Ähm... Moment ich komme gleich drauf, ich hab´ s gleich. hmm... ah ja, f ' (x) = nx hoch n - 1"
"Klasse dann können wir ja weiter machen. Bis wann musst du das können?"
"Nun ja am besten bis morgen früh" hörte er die weibliche stimme etwas kleinlaut sagen.
Don kam endlich am Schuppen an, lehnte sich amüsiert an die Zarge und lauschte noch einen kleinen Moment dieser Unterhaltung.

"WAAASS?? Wie soll ich dir denn das alles in der kurzen Zeit noch erklären? Du bist echt lustig, kannst du damit nicht das nächste Mal ein bisschen früher kommen?" Charlie klang ein wenig verzweifelt.
"Wie hoch ist doch gleich noch mal die Wahrscheinlichkeit, dass ich das alles bis morgen früh kann?" fragte Mel ein bisschen zynisch.

Charlie zog nur kurz seine Augenbraue hoch, aber antwortete darauf nicht. Warum auch, jeder halbwegs vernünftig denkende Mensch weiß, das diese Wahrscheinlichkeit gleich gegen Null geht.
"Du weißt doch, dass ich..." Mel brach mitten im Satz ab und begutachtete erst mal den Neuankömmling. Don konnte sich ein breites Grinsen nicht verkneifen und trat nun vollends in den Schuppen. Auch jetzt wieder, gab der Schuppen seinen gewohnten Anblick Preis. Überall hingen Tafeln, Flipcharts und Pinnwände. Und allesamt waren sie mit unzähligen Gleichungen übersäht. Nur diesmal gab es einen Unterschied zu sonst. Don konnte mit diesen Gleichungen etwas anfangen. Zumindest ist er solchen in der Schule schon mal begegnet, aber das ist auch schon eine Ewigkeit her.

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Mittwoch, 17. Oktober 2007, 15:41

Re: Is this Love?

"Das du was?" Wollte Charlie jetzt noch mal genauer wissen. Er hatte die Gestalt anscheinend noch nicht wahrgenommen, was sich aber im selben Moment änderte.
"Du gibst privat Nachhilfe, seit wann denn das?" bevor Charlie überhaupt antworten konnte, sprang Mel auf und stellte sich vor.
"Hi, ich bin Mel und duuu bist...?“
"Oh ja, tschuldige Mel, dass ist mein Bruder Don!" antwortete Charlie hastig.
"Toll, endlich lerne ich Mal den großen Bruder von Charlie kennen. Und ach so, nein, keine Nachhilfe - Denkanstösse für den Matheunterricht bzw. wie in meinem Fall, für die nächste Matheklausur" antwortete Mel frech auf die von Don gestellte Frage. Er als auch Charlie konnten sich ein Lachen nicht verkneifen.
"Ja verstehe, müsst ihr noch lange Denkanstösse austauschen?" fragte Don etwas ironisch.
"Vom Prinzip her sind wir jetzt eigentlich fertig oder hast du noch fragen Mel? Was du jetzt nicht kannst, wirst du auch bis morgen früh nicht mehr in deinen Schädel rein kriegen."
"Hmm... ja wahrscheinlich hast du recht, lass uns für heute Schluss machen, ich muss ja auch noch einen Augenblick fahren bis ich zuhause bin, wie spät ist es eigentlich?" Don schaute kurz auf seine Armbanduhr und sagte: "Gleich halb elf".

"Oh mein Gott, wir haben völlig die Zeit vergessen. Habe ich dir eigentlich schon gesagt, dass ich gleich in den ersten beiden Stunden die Klausur schreibe? Fein, dann mach ich mich jetzt mal schleunigst auf den Weg bevor es noch später wird." Mel fegte wie ein kleiner Wirbelsturm durch den Schuppen um ihre Sachen zusammenzusuchen. Während dieser kurzen Zeit beobachtete Don jeden ihrer Schritte und schaute sie sich auch noch Mal ganz genau an. Sie war irgendwie anders als die anderen Frauen die Don in den letzten Monaten flüchtig kennen gelernt hatte. Tja, wie war sie? fragte sich Don. Er kannte keine Antwort darauf. Er konnte noch nicht mal sagen, was ihn genau in ihren Bann gezogen hat.

Don wurde von einem kurzen Knuddeln aus seinen Gedanken gerissen. "So dann, schönen Abend noch ihr zwei, wir sehen uns morgen in der Uni?" Mel hatte während Don´ s gedanklicher Abschweifung ihren Plunder gepackt und hatte sich gerade von Charlie und Don mit einer Umarmung verabschiedet.

Noch immer, wie paralysiert, stand Don im Schuppen und wusste seine Gedanken nicht richtig einzuordnen. Was ist nur los mit mir? hallte es in Don´ s Gedanken immer wider. Erst als Charlie ihn ansprach, bemerkt er, dass er immer noch wie gebannt in die Dunkelheit schaute, wo Mel drin verschwunden war.
"Hey, alles klar bei dir?" die Frage kam bei Don wie durch einen Nebelschleier an.
"Äh..., wie, ja ja, alles klar, glaube ich?!" gab Don zum Besten.

"Wo hast du denn diesen entzückenden kleinen Wirbelsturm kennen gelernt? Sie ist echt süß, ist sie deine Freundin?" Fragte er schließlich, nachdem er wieder einigermaßen einen klaren Gedanken fassen konnte, was ihm aber sichtlich schwer fiel.
"Auf dem Parkplatz vor der Uni und nein sie ist nicht meine Freundin." wehrte sich Charlie gleich. Charlie konnte ein fettes grinsen nicht unterdrücken, denn Don´ s Gesichtsausdruck sprach tausend Bände. Auch jetzt hing Don seinen Gedanken immer noch nach.
"Sag mal, glaubst du an die Liebe auf den ersten Blick?" fragte er seinen kleinen Bruder etwas verwirrt und abwesend.
"Nun ja... ich weiß nicht, also mir ist sie jedenfalls noch nicht begegnet, aber ich denke schon das es sie gibt."
"Du magst sie, was?"
"Wie...?"
"Oh mein Gott Don, hast du dich etwa gerade verliebt?"
"Ich weiß nicht so recht, ich denke schon?!"
Charlie hat an diesem Abend, seinen Bruder das erste Mal richtig verwirrt erlebt. So etwas kennt er nicht von Don.

Es war gegen 3 Uhr nachmittags, der Unterricht war seit einer guten halben Stunde zu ende, als Mel und Charlie sich auf dem Campus begegnet sind.
"Und, wie ist es gelaufen?"
"Na ach, frag´ bloß nicht nach Sonnenschein. Die Klausur war die totale Katastrophe. Mein Lehrer ist doch nicht ganz edel im Schädel."
"Na na, dass hab´ ich aber gerade überhört. Wer wird denn außerdem gleich so schwarzsehen?"
Mel überlegte einen Augenblick und erwiderte: "Schwarzsehen ist gar kein Ausdruck dafür, über 2 Seiten nur lineare Funktionen, der ist doch nicht ganz takko. Echt jetzt mal!" Charlie wurde bewusst, dass diese Unterhaltung nicht viel Wert hatte und versuchte irgendwie den Bogen zu Don zu spannen.
"Wann warst du gestern Abend zuhause?"
" Es war irgendwas so gegen halb zwölf! Warum fragst du?"
"Ach nur so..." Diese Antwort nahm Mel Charlie nun ganz und gar nicht ab, sie wurde hellhörig und stocherte weiter.
"Ja, nee is klar. Ohne Grund fragst du doch nicht. Also, was ist los?" Jetzt hatte sie die Neugier gepackt und sie würde erst wieder aufhören zu fragen, wenn sie endlich wusste was los ist.
"Ich warte..." gab sie ungeduldig zu verstehen. Charlie fing an rum zudrucksen.
"Nun ja..., weißt du gestern Abend, als..." Weiter kam Charlie nicht mit seiner Ausführung.

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Mittwoch, 17. Oktober 2007, 15:42

Re: Is this Love?

Als Larry völlig verstreut des Weges kam.
"Sag mal Charles, kannst du mir mal verraten wo du die letzten Tage gewesen bist?"
"Nun ja, gestern habe ich Mel bei linearen Funktionen geholfen, da sie heute ´ne Klausur geschrieben hat. Ja und die anderen Tage, keine Ahnung, weiß ich nicht mehr."
"Hmm... nun gut, ist ja auch jetzt auch egal, jetzt bist du ja hier und kannst mir helfen. Ich brauche noch mal deinen Rat wegen der String -Theorie."

Mel, die diese kurze Unterhaltung mitbekommen hatte, gab nun ihre Hoffung auf, noch etwas von Charlie zu erfahren.
Sie wollte sich noch von Charlie verabschieden, musste dann aber feststellen, dass dieser schon völlig vertieft im Gespräch mit Larry war und machte sich auf den Heimweg.

Spät am Abend kam Charlie nach Hause und fand seinen Vater und Don in einer angeregten Diskussion vor.
"Hey Dad, Hey Don! Was gibt´s? Habe ich was verpasst?"
"Kannst du dich noch an das Preisausschreiben erinnern? Das, wo du mir bei der Antwort geholfen hast und anschließend die Karte auch weggeschickt hast. Kannst du dich erinnern? Ich wollte doch diesen Weinkühler gerne haben." Alan brachte seinen jüngsten Sohn so auf den neuesten Stand der Dinge.

"Ja und ich kann mich daran erinnern, was ist damit? Sag bloß du hast diesen Weinkühler gewonnen, denn die Wahrscheinlichkeit, dass..." Alan unterbrach seinen Sohn: "Nein, habe ich nicht. Aber weißt du noch, was der Hauptgewinn war?" Charlie zuckte ratlos mit den Schultern.
"Der Hauptgewinn war ein Wellnesstag im Healing Hands Wellness Center am Larchmont Boulevard für zwei Personen. Tja, und was soll ich sagen, wir haben den ersten Preis gewonnen!" Don, der immer noch aufmerksam zuhörte, konnte sich inzwischen ein Schmunzeln nicht mehr verkneifen.

"Mo Mo Moment, was heißt denn hier wir?" fragte Charlie etwas irritiert, der auch immer noch nicht glauben konnte das sein Vater dieses Preisausschreiben gewonnen hatte, denn rein rechnerisch ist die Wahrscheinlichkeit bei so etwas zu gewinnen quasi Null. Charles wurde aus seinen Gedanken gerissen.
"Na, du und ich. Wir zwei beide werden uns morgen einen schönen Nachmittag machen!" Eröffnet sein Vater, dem noch immer etwas verwirrten Charlie, stolz.
"Wie? Aber aber, dass geht nicht, ich habe..." Diesmal war es Don der Charlie ins Wort schnitt.
"Ach, jetzt komm schon, dir tut das auch mal ganz gut kleiner Bruder."

" Was ist mit dir Don?" fragte Charles etwas hilflos, nachdem er feststellen musste, dass er aus dieser Sache wohl nicht mehr rauskommen würde.
"Ich? Ich werde solange das Haus einhüten und das Abendessen vorbereiten bis ihr zwei beiden wieder da seid. Außerdem muss ich bis nachmittags arbeiten. So, und ich werd mich jetzt auch auf den Weg nach hause machen. Schlaft gut und viel Spaß morgen." Mit einem breiten Grinsen im Gesicht machte sich Don auf den Weg und überließ Charlie seinem Wellnessschicksal.
Immer noch völlig überrumpelt, entschied sich auch Charlie dafür, den Weg auf die 2 Meter zu suchen.
"Ja, ich werd´ dann auch mal...Nacht Dad!"
"Nacht mein Junge und sei morgen Nachmittag pünktlich." Mit diesen Worten ging Charlie nun vollends konfus hinauf in sein Zimmer und konnte immer noch nicht glauben bzw. nachvollziehen, wie es möglich sein kann, dass sein Vater bei einem Preisausschreiben gewonnen hatte.

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Mittwoch, 17. Oktober 2007, 15:42

Re: Is this Love?

"Mathe in den ersten Stunden und du kannst den Tag gleich ganz vergessen."
"Ja Mel, du wirst Recht haben und ich meine Ruhe und guten morgen erst mal." Raunte Annie sie gleich erst mal an. "Was soll daran gut sein, ich bitte dich. Haaalloo, wir haben Mathe, was erwartest du da von mir und so wie ich mein Glück kenne, was ich ja gepachtet habe, bekommen wir heute hundertpro die Ex wieder. Und dann ist mein Tag eh gelaufen. Ich kann froh sein, wenn der mir noch ´nen Gnadenpunkt gibt. Aber, ach was red´ ich denn da? Ich und ein Punkt in der Klausur davon träume ich ja nur." Mel´s Laune war auf dem Nullpunkt angelangt, als ihr Mathelehrer, doch tatsächlich die Klausuren schon korrigiert und auch noch dabei hatte.
"Na, kommen Sie schon, geben Sie mir endlich meine Nullpunkte, damit mein Tag perfekt beginnt." Mault sie ihren Mathelehrer an.

"Zu Ihnen komme ich gleich noch." Erwiderte dieser nur ganz trocken.
"Na toll, auch das noch, eine Privataudienz beim Mister Mathe him-self, dass hat mir gerade noch gefehlt, zu meinem Glück." Nachdem ihr Lehrer alle Arbeiten verteilet hatte, kam er auf Mel zu.
"Wenn ich nicht wüsste, dass Sie an Einzeltischen gesessen haben, würde ich behaupten sie hätten Plagiat betrieben. Bei wem haben Sie denn Nachhilfe genommen, dieser jemand muss ja ein Genie sein, wenn er Ihnen noch etwas beibiegen konnte. Nun ja, wie auch immer, sie haben sieben punkte erreicht, dass ist für Ihre Verhältnisse vergleichsmäßig viel. Ich kann Ihnen dazu nur gratulieren. Machen Sie weiter so und ich sehe keine Probleme mit diesem Kurs für Sie."

Mel war wie vom Blitz getroffen, hatte er gerade wirklich gesagt, dass sie sieben Punkte geschrieben hat?
"Oh mein Gott, oh mein Gott, oh mein Gott" Mel kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Sie schaute mehr als ein mal auf den Wisch der vor ihr auf dem Tisch lag und konnte immer noch nicht realisieren, dass sie diese Klausur bestanden hatte, für den Rest der Stunde war Mel nicht wirklich ansprechbar und sinniert nur darüber, dass die 'Denkanstöße' bei Charlie wirklich gefruchtet haben. Pünktlich mit dem Pausenzeichen, war von Mel nur noch ein Kondensstreifen im Klassenraum sichtbar und man hörte nur noch wie sie zu Annie schrie.

"Ich muss zu Charlie. Wir sehen uns unten auf dem Campus. Ich muss zu ihm und ihm sagen, dass der ganze Aufwand sich doch tatsächlich gelohnt hat."
Völlig außer Atem kam Mel am Büro von Prof. Eppes an, auch diesmal stürmte sie rein ohne anzuklopfen.
"Charlie! Wir haben’s geschafft. Ich habe..." Sie brach mitten im Satz ab.
"Oh, tschuldige ich wollte nicht stören. Hallo Larry!"
Larry schaute kurz erschrocken hoch, lächelte aber dann und erwiderte Mel´s Gruß. "Was haben wir geschafft??" kam nun von Charlie.

"Ich hab´ in der Matheklausur sieben Punkte geschrieben. Die Denkanstöße von neulich Abend haben doch Tatsache was gebracht." gab Mel, die immer noch außer Atem war, von sich.
"Ich hab dir doch gesagt, du sollst das nicht immer alles gleich so negativ sehen, gratuliere dir."
"Oh nein, dass habe ich nur dir zu verdanken. Ohne dich wäre ich total aufgeschmissen gewesen und das ist eine Tatsache, die du mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit bestätigen kannst, oder? Sag mal, bist du heut´ Nachmittag zuhause?" fragte Mel, die immer noch völlig aus dem Häuschen war.
"Warum fragst du?"
"Nun ja, ich dachte mir, dass wir das feiern sollten und und... na überhaupt für alles noch mal bedanken" Charlie fing an zu grinsen. Er wusste das Don heut´ Nachmittag zuhause sein würde und das wäre DIE Gelegenheit für die beiden sich näher kennen zulernen.
"Ja ja, bin ich. Du kannst gleich nach Unterrichtsschluss rumkommen, wenn du willst." Mit einem engelsgleichen Lächeln gab er diese glatte Lüge zum Besten.

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Mittwoch, 17. Oktober 2007, 15:42

Re: Is this Love?

Nachdem ein einigermaßen erfolgreicher Schultag sich dem ende näherte, machte sich auch Mel auf den Weg zu Charlie. Zuvor aber besorgt sie noch ein kleines Dankeschöngeschenk für ihn. Es war so gegen 4 Uhr als sie das Haus der Familie Eppes erreichte.
Sie klingelte an der Haustür und erwartete eigentlich den dunkelhaarigen Lockenkopf Charlie oder dessen Vater Alan. Aber weder der eine noch der andere öffnete ihr die Tür. Es war Don. Mel für den Bruchteil einer Sekunde verwirrt, fing sich aber gleich wieder und freute sich Don wieder zu sehen.

"Hey!" Freudestrahlend und immer noch überglücklich über den Ausgang ihrer Klausur umarmte sie Don und wartete eine Einladung, ins Haus zu kommen, gar nicht erst ab, sondern schob sich elegant an Don vorbei ins Haus.

"Wo ist Charlie?" Don, der noch immer gefangen war in seiner Überraschtheit, dass Mel scheinbar aus dem Nichts aufgetaucht ist, war in diesem Moment gar nicht in der Lage überhaupt irgendeine Antwort zustande zu bringen. Auch diesmal erwischte Don sich dabei, wie er dieses energiegeladen Bündel, was gerade durchs gesamte Haus tobte um nach Charlie zu suchen, voller Faszination beobachtete und immer noch nicht fähig war eine Antwort auf Mel´s Frage zu geben. Erst als Mel sich vor ihm hinstellte und die Frage noch einmal wiederholte, erwachte er aus seinem tranceähnlichen Zustand.
"Was? Wie? Der ist mit Dad unterwegs, hat er dir das nicht erzählt?"

"Öhm...nein, was soll er mir denn erzählt haben?"
Don wollte zu einer Antwort ansetzen, entschied sich, aber erst mal Mel zu fragen weswegen sie überhaupt hier ist.
"Na ja, weißt du...Was machst du eigentlich hier?" Mel hatte sich inzwischen schon wieder abgewandt und unterhielt sich mit Vater Eppes Vogel.

"Ich? Ja, eigentlich hatte ich vor, mich noch einmal bei Charlie zu bedanken und ein bisschen zu feiern." Antwortete sie, immer noch von Don abgewandt und sich mit dem Vogel beschäftigend. Erst als Don ihr gegenüber stand, richtete sie ihren Blick auf ihn. Mel hatte den verwirrten Blick auf Don´s Gesicht mitbekommen und erklärte weiter: "Ich habe heute die Matheklausur wiederbekommen und ob du´s glauben willst oder nicht. Ich habe tatsächlich sieben Punkte geschrieben." Sie wartete einen kurzen Augenblick und sprach dann schließlich weiter: "Sieben Punkte Don! Weißt du was das für mich bedeutet?" Don war zu lange aus der Schule raus um wissen zu können, was sieben Punkte auf einer normalen Zensurenskala war. Er wollte gerade zu einer Antwort ansetzen, aber Mel ließ ihn nicht zu Wort kommen, sondern erzählte munter weiter.

"Das bedeutet für mich, dass ich seit langem mal wieder eine recht passable Zensur in Mathe bekommen habe und das hat bei mir schon Seltenheitswert, so eine Zensur. Ja und deswegen bin ich eigentlich hier. Ich wollte mich noch mal bei deinem Bruder bedanken und mit ihm noch einmal die Klausur durchgehen und eventuell auch noch auf diese geniale Punktzahl anstoßen. Wo ist denn nun eigentlich und wann kommt er wieder und warum hat er mir das nicht gesagt, dass er nicht da ist?"

"Also nun Moment mal, das waren jetzt zu viele Fragen auf einmal." Sagte Don mit einem Lachen.
"Also der Reihe nach. Wo er ist? Er ist im Healing Hands Wellness Center am Larchmont Boulevard. Wann er wiederkommt kann ich nicht sagen, ich schätze mal zum Abendessen und warum er dir nichts gesagt, weiß ich auch nicht. Wahrscheinlich hat er das wieder einmal vergessen." Mel kam aus dem Staunen nicht heraus. "Wo ist er? Im Healing Hands Wellness Center? Wie ist er denn daran geraten? Das ist doch einer der teuersten Nobelschuppen von ganz Beverly Hills. Das kann sich doch kein normal Sterblicher leisten! So, und jetzt kommst du!" Sie funkelte ihn frech an und wartete auf eine Antwort.
"Unser Dad hat bei einem Preisausschreiben mitgemacht. Ja, und der Hauptgewinn war nun mal ein Tag in diesem Center, für zwei Personen und dieser Tag ist heute."
"Ah ja, und was machst denn du hier? Ähm... nein lass mich raten. Als ein Diener des Staates hast du dich natürlich sofort bereit erklärt auf das Haus acht zugeben, damit kein böser Dieb kommt und etwas mitnimmt, stimmt´s oder hab´ ich Recht?"

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Mittwoch, 17. Oktober 2007, 15:42

Re: Is this Love?

Don kam um ein Lachen nicht herum und nickte nur als Antwort.
"Willst du was trinken?"
"Ja gerne, aber das kann ich mir auch alleine aus der Küche holen. Und danach werd´ ich mich wieder vom Acker machen." Noch während Mel Don geantwortet hatte, machte sie sich schon auf den Weg in die Küche. Als sie in der Küche ankam blieb sie abrupt und völlig geschockt stehen. Das was sie das sah, war alles andere als eine Küche. Es bot sich ihr ein Anblick, wie auf einem Schlachtfeld.

"Oh mein Gott! Was soll denn das werden, wenn es fertig ist?" In der gesamten Küche, war nicht ein Stück freie Arbeitsfläche mehr zu finden. Alles war übersäht mit verschiedenen Lebensmittel, Kochbesteck und so was, was wohl ein Kochbuch darstellen sollte. Die Spüle quoll über mit benutztem Geschirr und der Herd machte auch keinen glücklicheren Eindruck als der Rest der Küche. Don wusste nicht so recht, was er sagen sollte, denn er musste leider auch sich selbst eingestehen, dass die Küche in einem miserablen Zustand war.

"Nun ja, ich hatte Dad und Charlie versprochen etwas zu kochen, bis sie wieder da sind."
"Ah ja, verstehe." Mel und Don schauten sich beide noch einmal in der Küche um und fingen dann fast zeitgleich an zu feiern.
"Was hattest du denn nun eigentlich vor oder hast du ohne Plan einfach losgelegt? Denn danach sieht das hier schon eher aus."
"Ähm, ja nein, ach ich weiß auch nicht was ich kochen soll und wie du siehst ist es um meine Kochkünste nicht gerade gut bestellt." Gab Don etwas kleinlaut von sich. Mel begutachtet noch einmal die vorhandenen Utensilien und überlegt kurz.

"Hmm, was haben wir denn hier alles? Jede Menge Gemüse und ´nen Vogel, na zumindest sieht das doch nach einer sehr ausgewogener Kost aus. Was wollen wir denn mehr?" Trällerte Mel in der Küche umher und machte sich erst mal daran, zumindest ein bisschen Ordnung in dieses Durcheinander zu bringen, damit sie Platz hatten zum kochen.

"Halt! Bevor du weiter machst. Jetzt trinken wie erst mal was und danach räume ich das Chaos auf, ich habe es schließlich fabriziert."
"Was trinken, ja. Alleine aufräumen? Nein. Damit bist du morgen früh noch beschäftigt, wenn du das alleine machen willst. Außerdem geht es zu zweit viel leichter und schneller, also bitte!" Don machte sich gerade am Kühlschrank zu schaffen, angelte sich ein Bier raus und stellte es auf ein Stück freie Arbeitsfläche. Mel schnappte sich das Bier und fragte ihn mit einem frechen Grinsen anschließend: "Und was trinkst du?"

Don drehte sich um und sah wie Mel genüsslich anfing das Bier zu trinken.
Etwas verdattert darüber, dass Mel sich das Bier geschnappt hatte, ging Don ein zweites Mal an den Kühlschrank und angelte sich erneut ein Bier heraus. Nachdem auch Don endlich sein Bier geöffnet hatte sagte Mel nur "Prost" und nahm eine großen Schluck aus der Flasche, als mitten mal das Handy von Don klingelte. Er entschuldigte sich kurz und ging ran. Das gab Mel zum ersten Mal die Gelegenheit sich diesen FBI-Menschen mal genauer anzuschauen. Sie schlenderte aus der Küche in die Richtung in die Don verschwunden war und fand ihn unweit der Küche wieder.

Sie lehnte sich an die Wand und begann ihn zu beobachten. Erst jetzt fiel ihr auf, dass er nicht wie sonst einen Anzug trug, sondern eine dunkelblaue Jeans und eine schwarzen Strickjacke mit Reißverschluss. Seine Haare hatte er wie immer leicht vorne hochgegelt, was ihm im Übrigen super gut stand, dachte sich Mel. Im Großen und Ganzen musste sie feststellen, dass der Kerl, der ihr da gegenüber stand, gar nicht so übel aussah. Sie überlegte und verlor sich in ihren Gedanken, darüber, dass sie ihn am ersten Abend in Charlies Schuppen gar nicht so wahrgenommen hatte. Don riss Mel aus ihren Gedanken heraus. Er stand so dicht bei ihr, dass sie sein Aftershave riechen konnte.

"Das Aftershave riecht gut, was ist das für eins? KL?" fragte sie plötzlich.
"Ja kann sein, aber um ehrlich zu sein, ich habe keine Ahnung." Gab Don zu.
"Wie sieht´s aus können wir uns auf die Küche stürzen, oder musst du weg?"
"Wie? Warum muss ich weg?" fragte Don, mal wieder völlig durcheinander gebracht von Mel.
"Na ja, du hast doch gerade telefoniert und da hätte es ja sein können, dass du gehen musst. Deswegen frage ich nur." Don schüttelte den Kopf und sagte nur "Nein nein, war nicht weiter wichtig."

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Mittwoch, 17. Oktober 2007, 15:43

Re: Is this Love?

Nachdem sie gemeinsam die Küche erst mal wieder auf Vordermann gebracht hatten, machten sie sich an das eigentliche Abendessen. Eine gute Stunde standen sie noch in der Küche und versuchten zu retten, was zu retten ging. Zu guter Letzt haben sie den Vogel, der sich als Ente entpuppte, in die Röhre geschoben.
"So und nun lassen wir dat Vieh erst mal in der Röhre ein bisschen schmoren." Sagte Mel und griente sich eins dabei.
"Aber eins musst du mir noch verraten Don. Wie schafft ein Einzelner Mensch es in solch kurzer Zeit, ein derartiges Chaos in der Küche anzurichten?" fragte sie, während sie noch den letzten Rest von den Vorbereitungen in die Spülmaschine stellte. Don lachte nur etwas verschmitzt, zuckte mit den Schultern und antwortete "Jaaa, wenn ich das wüsste. Nein, ich habe wirklich keine Ahnung, wie ich das geschafft habe."
Mel griff nach ihrem Bier, nippte daran und musste mit verzerrtem Gesicht feststellen, dass das Bier inzwischen abgestanden geschmeckt hat.
"Uh, das schmeckt ja grausig, igitt!" Ohne große Umwege, floss der Rest des Bieres in den Ausguss.

"So, aber jetzt mach ich mich endlich vom Acker. Der Wellnesstag scheint doch etwas länger zu dauern und so lange wollte ich dir dann doch nicht auf den Wecker fallen."
"Wie, was? Du willst gehen? Ohhh nein, du kannst doch jetzt nicht einfach gehen, der Vogel ist noch gar nicht fertig und außerdem weiß ich nicht, wie lange das Vieh noch im Ofen bleiben muss. Und überhaupt..." Don gingen die Argumente aus, er musste überlegen, was er noch anbringen konnten, damit Mel bleiben würde. "Und außerdem musst du das auch probieren was wir da fabriziert haben." In Don kam Verzweiflung hoch, erstens wollte er jetzt nicht allein bleiben und zweites zweifelte er daran, das der Braten was werden würde ohne Mel´s Hilfe. "Ha, du kannst jetzt gar nicht fahren, du hast Bier getrunken und das kann ich nicht zulassen. Die Autoschlüssel, bitte!"

Mel war im ersten Moment doch recht überrascht über das letzte Statement von ihm. Folglich brauchte sie einen kurzen Augenblick bis sie wieder im Stande war ihm daraufhin eine Antwort zu verpassen. "Was? Geht´s noch?" Normalerweise konnte Mel so schnell nichts aus der Fassung bringen, außer es geht um Matheklausuren, aber wenn es um ihre heißgeliebte Schrottkarre bzw. wie hier in diesem Fall um ihren Autoschlüssel geht, dann brauchte sie doch einen Moment um sich wieder zu fangen.
"Bist du noch ganz edel im Schädel? Weißt du wie lange dieses Bier schon her ist? Meinen Autoschlüssel bekommst du jedenfalls nicht, damit das schon mal klar ist." Mel konnte ein flüchtiges Lächeln, in ihrer Empörung, nicht unterdrücken.
Ganz nebenbei überlegte Mel, warum er sie nicht einfach fragte, ob sie noch bleiben würde.

Mel wartete eine Antwort von Don gar nicht erst ab, denn sie hatte schon längst eine Idee, die sie ihm auch gleich unterbreitete.
"OK, Kompromiss. Ich bleibe noch so lange, bis dieses Federvieh gar ist und dafür lässt du mir meinen Autoschlüssel bzw. bekommst du ihn gar nicht erst. Einverstanden?"

"Also? Was sagst du? Ich finde den Kompromiss mehr als fair."
Eigentlich musste Don gar nicht überlegen was den Kompromiss anging, aber er war doch sehr überrascht über die Reaktion von Mel, als es um den Autoschlüssel ging.
"Gut, abgemacht." Don war froh, dass sie doch nicht gehen würde. Er mochte es, in ihrer Nähe zu sein, vielleicht auch, weil sie so eine untypische Art an sich hat. Es gefiel ihm.

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Mittwoch, 17. Oktober 2007, 15:43

Re: Is this Love?

Don schaute sich noch einmal in der Küche um und musste verwundert feststellen, dass diese wie neu aussah. Das hätte er alleine nie im Leben hin bekommen und schon gar nicht die Ente, die jetzt seit kurzer Zeit im Ofen vor sich hin garte. Bei diesen Gedanken fiel ihm auf, dass er sich eigentlich bis jetzt noch nicht wirklich bei Mel für ihre Hilfe bedankt hatte. "Was meinst du, wie lange braucht das Vieh noch im Ofen?"
"Hmm... ich denke.." Mel hielt einen Moment inne, überlegte, und zuckte schließlich mit den Schultern.
"Keine Ahnung - ich mach so was immer nach Gefühl, wenn dat Vieh gut aussieht hol ich´s aus´m Ofen. Fertig."
"Ah ja, das ist natürlich auch ´ne Variante zu kochen."
"Was soll denn das nun schon wieder heißen?" Mel wusste nicht so recht was sie davon halten sollte. Entschied sich aber dafür, es dabei zu belassen.

"Also wenn ich schon bei dir und dem Vogel bleibe, möchte ich wenigstens noch was zu trinken haben. Aber nein, kein Bier ich muss ja noch fahren, nicht wahr?" Sie funkelte Don böse an und während sie auf eine Reaktion von ihm wartete, machte sie sich schon am Kühlschrank zu schaffen und durchforstete diesen nach etwas antialkoholischem, wie Saft oder auch Cola. Nach kurzem Suchen wurde sie dann auch schließlich fündig und hielt stolz eine Packung O-Saft in der Hand.

"So, und wenn du mir jetzt auch noch verrätst, wo ich hier ein Glas finde..." Sie wandte sich vom Kühlschrank ab, drehte sich zu Don um und musste feststellen, dass dieser ihr anscheinend gar nicht zu gehört hatte, sondern mal wieder wie gebannt zu ihr rüber sah. Mel war irritiert, was war los? Hatte sie was Falsches gesagt? Oder getan?

Auch nachdem ein Augenblick vergangen war, bekam sie immer noch keine Antwort von Don, wo sie nun ein Glas finden kann. Langsam wurde ihr die Situation zu blöd und sie entschied sich, dieser ein Ende zu setzen.

"Was ist? Hab ich was falsch gemacht oder was falsches gesagt? Oder weshalb starrst du mich so an, he?" Don wurde schlagartig bewusst, dass sie ihn diesmal dabei ertappt hatte, wie er sie beobachtet - nein, wie er sie anstarrte. "Wie? Was? Warum falsch gemacht?" Mit schlechtem Gewissen versuchte Don die Situation irgendwie zu retten. Man konnte beobachten wie es in seinem Hirn anfing zu arbeiten und kleine Rauchwölkchen aufsteigen. Nach kurzer Bedenkzeit, die Mel wie eine Ewigkeit vorkamen, antwortete er schließlich: "Nein nein, mir ist gerade nur aufgefallen, dass ich mich bei dir noch gar nicht bedankt habe für deine Hilfe und die Rettung des Abendessens."

Er machte ein kleine gedankliche Pause und fuhr fort: "Danke, ich weiß gar nicht wie ich das wieder gut machen kann." Seine Antwort klang immer noch sehr unwirsch und eigentlich mehr nach einer Ausrede als das es eine gelungen Antwort war. Mel entschloss sich, auf diese doch etwas holprige Antwort nicht noch eine spitzwindige Bemerkung zu machen. Don schien ihr sowieso schon sehr durcheinander und dann musste sie ihn ja nun nicht noch mehr aus dem Konzept bringen, oder doch?

"Och, mir fällt da auf Anhieb schon eine Sache ein. Du könntest mir endlich mal verraten, wo ich Gläser finde, hier. Na ja, was die Rettung anbetrifft, ich weiß ja nicht. Lass uns erst mal abwarten. Es können ja noch die komischsten Dinge passieren, ne wa?" Don schaute sie total entgeistert an und zeigte ihr, wo sie die Gläser finden konnte, schnappte sich sein Bier und ging nachdenklich nach nebenan.

"Komm, wir setzten uns hier rüber, wie die komischsten Dinge??? Ey mach mich nicht wuschig. Wenn das Federvieh nichts wird, weiß ich nicht, wie ich das Charlie und vor allem Dad erklären soll."

"Na dann schiebst du die ganze Schuld auf mich. Charlie dürfte das sofort verstehen und was deinen Vadder angeht - nun gut, dass musst du dann klären." Sie balancierte ein zu voll geratenes Glas O-Saft quer durch den Raum, um sich dann neben Don auf die Couch zu setzen. Don beobachtete die ganze Sache misstrauisch in Gedenken an den erst vor kurzem Grundgereinigten Teppichen. "Na, noch voller ging das Glas wohl nicht, wie?"

"Was willst du?? Wenn ich gekonnt hätte, hätte ich noch einen Zaun angebaut, damit mehr rein passt." Voller Stolz hielt sie das Glas immer noch in der Hand und stellte es dann doch auf dem Tisch ab. Sie saß noch keine zwei Minuten, als sie die Musikanlage und die dazugehörige Musiksammlung entdeckte. Entzückt von so vielen CDs musste sie ihrem inneren Zwang nachgehen und die Sammlung einmal genauer unter die Lupe nehmen.

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Mittwoch, 17. Oktober 2007, 15:43

Re: Is this Love?

Sie hockte sich vor das völlig überfüllte CD-Regal, drehte den Kopf leicht zu Seite und begann die Titel auf den CDs durchzugehen. "Mhhh, was ist das für Musik?? Die kenn´ ich alle gar nicht. Wer zum Teufel ist Debbie Deb oder Expose? Muss man die kennen?" Don fing an zu lachen: "Ich weiß nicht, da musst du unseren Dad fragen, dass sind alles seine CDs, aber soweit ich weiß, zählen die schon zu den Oldies." Er stand auf und kniete sich neben Mel um die, doch schon in die Jahre gekommene, Sammlung mal genauer zu begutachten.

Um die Sammlung zu begutachten, oder einfach nur um in ihrer Nähe zu sein? Er war sich nicht sicher was diese Gedankengänge anging, schließlich kannte er die Sammlung fast in und auswendig und er kam auch oft genug in den Genuss, sich die Musik anhören zu dürfen, um dann doch wieder einmal festzustellen, dass dies nicht wirklich seine Musikrichtung war. Eigentlich war er sich im Moment bei überhaupt nichts sicher, was seine Gedanken über Mel betrafen.

"Ich weiß gar nicht, wann ich zu letzt so viele Silberlinge auf einmal gesehen hab. Vor allem, die Dinger nehmen ja Platz weg ohne ende. Da lob ich mir doch die moderne Technik heutzutage. Alles schön handlich verpackt in Bits und Bytes und das Ganze dann noch gut sortiert auf dem heimischen PC archiviert, als Mp3."

"Aha, und was soll mir das jetzt sagen?" Don wurde sofort hellhörig und sein FBI-Instinkt meldete sich blitzartig. "Bist du etwa auch so eine, die Unmengen von illegalen Mp3´s aus dem Netz saugt? Vielleicht sollte ich dann mal demnächst einen Hausbesuch bei dir machen und mir deinen PC genauer anschauen."

Er schaute sie mit einem durchdringenden Blick an, dass Mel gar nicht so recht wusste, wie sie darauf reagieren sollte. "Ey, nun mal langsam, ja?! Ich sauge hier gar nichts irgendwo illegal raus, dass das schon mal klar ist“, sagte sie in einem doch sehr schroffen Ton, welcher ihr auch schon im nächsten Augenblick wieder leid tat, aber sie musste sich leider eingestehen, dass dies kein gutes Thema war, um mit einem FBI-Agent darüber zu quatschen und versuchte einzulenken.

"Aber du kannst natürlich gerne vorbei kommen und dir meinen PC ansehen. Verstehst du die Dinger? Vielleicht findest du ja den ein oder anderen Fehler im System, dass wäre dann echt sehr praktisch." Mit einem perfekt aussehenden, zuckersüßen Lächeln beendete sie ihren Satz und hoffte, dass Don den von ihr eben angeschlagenen Ton nicht übel nehmen würde.

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Mittwoch, 17. Oktober 2007, 15:43

Re: Is this Love?

Sie überlegte noch mal kurz und entschloss sich dazu irgendwie das Thema zu wechseln.
"Sag mal, du kannst auch nicht ohne deine Arbeit, wie?" Ja, das war natürlich das perfekte Thema dachte sie sich, noch dümmer geht´s ja wohl nicht. Nun gut, was soll´s, nu ist es eh zu spät.

Don schaute sie etwas verdattert an und antwortete: "Wieso? Wie kommst du darauf?"
"Nun ja, ich meine man braucht nur was falsches zu sagen und schon meldet sich dein 'Schnüffler-Instinkt' das ist doch auch nicht unbedingt normal. Kannst du denn nie abschalten? Schließlich hast du doch Feierabend. Schon mal was von Urlaub gehört?"

Mel hatte für sich entschieden, dass die Musiksammlung von Vater Eppes nicht gerade Up-to-Date war und setzte sich wieder auf die Couch. Um sich nun erst mal, dem doch sehr überfüllten Saftglas zu widmen. Don beobachtete das Unterfangen von ihr amüsiert, als ihm einfiel das Mel ihn ja was gefragt hatte.

"Ja, ich hab schon mal was von Urlaub gehört, aber im Moment ist das definitiv nicht machbar. Es ist im Büro einfach zu viel los." Sie sah zu ihm rüber als er sich gerade erhob um sich auch wieder auf die Couch zu setzten. "Zu viel los? Du hast doch bloß Angst, dass ohne dich da alles zusammenbrechen würde, oder was? Gib es wenigstens zu!"
"Was? Ach quatsch, so was würde ich nie behaupten." gab Don zu seiner Verteidigung an.

Mel fing mitten mal herzhaft an zu lachen. "Nein, behaupten würdest du das nie, schon klar, aber du weißt das es so wäre, nicht wahr?" Er wusste nicht recht, was er von dieser These halten sollte, die Mel hier gerade aufstellte. "Wie kommst du auf so was?" Noch bevor Mel eine Antwort gab schüttelte sie heftig den Kopf.

"Nein, nein, so läuft das nicht. Man antwortet nicht mit einer Gegenfrage und da ich zuerst gefragt habe, musst du jetzt auch antworten, du kannst es natürlich auch bleiben lassen. Ich zwing dich ja nicht die Frage zu beantworten." Sie grinste ihn frech an. "Nein pass auf, wir machen das anders, vergiss was ich eben gefragt hab. Ich denk mir meinen Teil dazu und gut ist das."

Also nun wusste Don gar nicht mehr, was er noch denken sollte, dieses chaotische Etwas neben ihm schaffte es immer wieder ihn aus dem Konzept zu bringen. "Gut, nun bin ich komplett verwirrt, was willst du?"

"Ohh, ich will eine ganze Menge, wenn du mich so fragst." Ein hämisches Grinsen machte sich auf ihrem Gesicht breit. Don schaute sie fordernd an und zog dabei eine seiner Augenbraue nach oben. "Schon gut, also auf was ich eigentlich hinaus will, ist, du hast doch bestimmt während deiner Ausbildung zum FBI-Agent auch Selbstverteidigung gemacht, oder nicht? Ich meine du musst dich ja schließlich auch verteidigen können, stimmt´s?"

Sie sah ihn ein wenig unsicher an, weil sie nicht wirklich wusste, wie das in der Ausbildung abläuft. "Ja, hab ich gehabt. Das wird auch immer wieder regelmäßig aufgefrischt, warum?" Ihm war immer noch nicht ganz klar worauf sie hinaus wollte. "Na ja, ich wollte dich fragen, ob du mir so was nicht mal zeigen kannst?! Ich weiß, dass klingt total dämlich, aber mich interessiert so was halt. Außerdem, wenn ich schon hier bin, dann können wir die Zeit auch sinnvoll nutzen, also was ist? Zeigst du mir ein paar Griffe? Bitte" Sie schaute ihn mit einem dieser 'Du-kannst-jetzt-nicht-nein-sagen' Blicke an und hoffte, dass Don sich breitschlagen lassen würde, wobei sie sich da gar nicht so sicher war.

Er sah sie an und konnte ihrem Blick nicht wirklich widerstehen, aber war das auch weiter verwunderlich? Sie hatte es ja auch schließlich innerhalb kürzester Zeit geschafft ihn mehrmals völlig durcheinander zu bringen, warum sollte es diesmal anders sein? Er brauchte einen Augenblick um erst mal seine Gedanken zu sortieren.

"Sag du noch mal zu mir, ich denke nur an meine Arbeit. Du willst also, dass ich dir Selbstverteidigung beibringe, hab ich das richtig verstanden, ja? Und warum sitzen wir dann hier noch rum? Komm, aufstehen, hier auf der Couch lässt sich das schlecht durchführen. Wir brauchen schließlich ein bisschen Platz dafür." Don stand von der Couch auf und sah zu Mel rüber. "Was ist? Irgendetwas nicht in Ordnung?"

Mel war immer noch völlig verblüfft darüber, dass Don trotz Feierabend bereit war ihr noch ein paar Griffe zu zeigen, dass sie einen Moment brauchte um festzustellen, dass Don schon längst von der Couch aufgestanden war und nun auf sie wartete. "Nein, nein, alles bestens. Ich habe nur nicht damit gerechnet, dass du mir tatsächlich noch ein paar Griffe zeigen willst. Ich meine zwecks Feierabend und so." Die Verwirrung war deutlich Erkennbar auf Mel´s Gesicht und Don konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.

"Du hast doch vorhin selbst gesagt, dass ich quasi immer im Dienst bin, warum verwundert dich das jetzt so?" Es war eine Situation die Seltenheitswert hatte und die Don sich nicht entgehen lassen konnte. Mel hatte zum ersten Mal, seitdem sie bei ihm angekommen war, überhaupt keinen Plan was gerade los war. Es war für Don ein Bild für die Götter, sie einmal so zu sehen.

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Mittwoch, 17. Oktober 2007, 15:44

Re: Is this Love?

"So...und was willst du nun genau von mir gezeigt bekommen?"
"Ähm, na ja, ich will wissen, welche Griffe ich anwenden muss, damit ich aus dem gegnerischen wieder raus komme. Was weiß ich, na halt wenn mich einer im Schwitzkasten hat meinetwegen, ich hab da echt keine Ahnung von. Zeig mir irgendwas, Hauptsache ich weiß hinterher, wie ich aus so einem Griff raus komme." Es war einfach zu herrlich mitzuerleben, wie Mel versuchte zu erklären was sie will und daran kläglich scheiterte.

"Ja gut, ich weiß jetzt zwar immer noch nicht genau was du meinst, aber ich zeig dir einfach mal ein paar Sachen, wobei ich mir ehrlich gesagt auch gut vorstellen kann, dass du deinen Gegner in Grund und Boden quatschen könntest, dass wäre wahrscheinlich noch viel effektiver, zumindest bei dir. Das müsste für dich doch eine deiner leichtesten Übungen sein, oder nicht?"
Mel kam vorübergehend überhaupt nicht mehr klar. "Was soll das jetzt nun wieder bedeuten? Nein, warte... sag´s mir nicht, ich kann es mir denken, danke!" Gab sie beleidigt von sich.

Don musste sich wirklich zusammenreißen nicht laut los zu lachen. Sie sah ihn an und wetterte mit gespielter Empörung los: "Untersteh´ dich jetzt zu lachen." Das war´s, er konnte nicht mehr, der Gesichtsausdruck von Mel gab ihm den Rest. Don hatte schon Bauchschmerzen vom Lachen und Tränen in den Augen.

"Es tut mir leid, ehrlich, aber du hättest dich eben sehen sollen das war einfach zu göttlich, wirklich." Da Mel einfach gerade nicht im Stande war ein Ton von sich zu geben, sich aber rächen wollte für das Lachen, knuffte sie ihn kurzer Hand in die Seite. "So, und jetzt zeig mir endlich mal ein paar Handgriffe, die ich dann auch gleich in die Tat umsetzten kann."

Don wollte gerade zu einem Griff ansetzen, als sich mal wieder sein Handy zu Wort melden musste. "Oh, entschuldige mich. Bin gleich wieder da. Nicht weg laufen, ja?" Mit dem Handy in der Hand verschwand Don im Nebenzimmer "Eppes...“
"Er nun wieder! Wo soll ich denn jetzt hin?" Sie schlenderte noch einmal durch das Wohnzimmer und blieb mitten mal vor einem Schrank stehen. Irgendetwas erregte mal wieder die Aufmerksamkeit von Mel. Sie ging in die Hocke und angelte nach einer weißen Plane, die ihr ein Lächeln entlockte.

"Ach schau an...so was gibt es im Eppes-haushalt? Ich werd nicht mehr. Da tun sich ja Abgründe auf." Immer noch ein Lächeln auf den Lippen faltete sie die Plane auseinander, legte sie auf den Boden und suchte noch nach dem dazugehörigen Teil. "Ah, da isses ja. Sehr schön. Mein Gott, die is ja kaum benutzt. Das werden wir gleich mal abändern hier." Entzückt über die neue Entdeckung, bemerkte sie auch nicht, dass Don wieder im Raum war.

"Oh, nein! Das kann nicht dein Ernst sein? Das willst du nicht wirklich machen jetzt, oder? Ich dachte, ich sollte dir ein paar Handgriffe zeigen?" Er ahnte schon jetzt, dass Mel nicht mehr davon abzubringen war. Sie dreht sich verdutzt um: "Oh, du bist wieder da! Und? Musst du diesmal weg?"

Don war leicht verwirrt, ist sie eben nicht wirklich auf seine Vermutung eingegangen? Oder hatte er es einfach nur überhört? "Nein, nein. Ich muss auch diesmal nicht weg. Also, was ist jetzt?" Er machte eine kurze Pause und sah Mel etwas unsicher an. Sollte dies wirklich ihr Ernst sein? "Das da, kannst du mir nicht antun!" Verzweifelt zeigt er auf die am Boden liegende Plane. Sie schaute Don erst unschuldig an und gab dann mit einem teuflischen grinsen von sich: "Na aber sicher. Las uns Twister spielen! Mal sehen, wer besser ist. Du brauchst auch keine Panik haben. Ich hab das auch schon seit einer halben Ewigkeit nicht mehr gespielt."

Warum wusste Don, dass so was kommen würde? Erneut beobachtete er Mel, wie sie voller Begeisterung die Plane noch einmal zu Recht zupfte. Als ihm eine, wahrscheinlich eher verzweifelte, als rettende Lösung einfiel. "Wir brachen doch aber jemanden, der das Teil da dreht, oder nicht?"
Mel sah vom Boden hoch und schaute ihn etwas ungläubig an. "Wie? Warum denn das? Das können wir doch auch machen, nun stell dich mal nicht so. Gerade das macht es ja noch interessanter." Sie kam kurz aus der Hocke raus, packte Don am Arm und zog ihn mit sich wieder auf die bunte Plane.

"So, und nun wird gespielt!", gab sie völlig überzeugt von sich und drehte auch gleich auf der kleinen Scheiben. "Rechter Fuß auf grün. Na dann. Auf ins Vergnügen." Beide visierten gleichzeitig eins der grünen Felder an. "So, und nun? Wer dreht jetzt die Scheibe?" wollte Don unbedingt wissen und war gespannt, wie Mel das nun lösen würde. Sie drehte sich geschickt um, angelte mit ihrem Fuß nach der Scheibe und zog diese näher an die Plane ran um weiter drehen zu können.

Sie sah Don triumphierend an: "So macht man das!" Don schüttelte nur seinen Kopf und gab die Hoffnung auf, dass es mit dem Spiel nichts werden würde. "Aha...gut. Und wo als nächstes hin?" Jetzt hatte ihn doch der Ehrgeiz gepackt, jetzt wollte er wissen, wie gut er noch im Twister spielen ist. Er sah Mel rausfordernd an und wartete ungeduldig auf die nächste Ansage von ihr.

Sie drehte den kleinen Pfeil und musste selber erst mal schlucken. "Linke Hand auf blau." Während Mel noch ihre Hand koordinieren musste, war Don schon längst auf einem der blauen Felder angekommen. Nachdem Mel auch endlich ihre linke Hand auf eines der blauen Felder deponiert hatte, ging erneut die Hangelei nach der Drehscheibe los. Allerdings wurde es immer schwerer ohne weiteres an die Scheibe ran zu kommen. Noch einmal dreht sie an dem kleinen Pfeil.

"Linker Fuß auf grün!" Langsam wurde die Sache kompliziert. Nicht nur sein eigenes Gleichgewicht zu halten, sondern auch jedes Mal noch den Pfeil von der kleinen Scheiben zu drehen, verlangten von Mel volle Konzentration. Für Don war es eine Wonne, dies alles beobachten zu können. Wieder drehte sich der Pfeil. "Rechte Hand auf rot!"

Mel wusste schon jetzt, dass dies nicht gut gehen würde. Sie versuchte so gut es ging ihr Gleichgewicht und gleichzeitig aber auch noch die rechte Hand auf eines der roten Felder zu koordinieren. Das Bild, was sich jetzt einem bot, war göttlich. Weder Mel noch Don konnten oder wollten sich in irgendeine Richtung bewegen.

"Na? Was ist nun? Ich warte! Du musst schon weiter drehen, wenn das noch was werden soll!" Eröffnete Don ihr frech, der halbwegs eine Brücke über Mel geschlagen hatte. "Ja doch, nun mal langsam. Ich will schließlich nicht verlieren. Also will der nächste Schritt gut überlegt sein." Sie versuchte irgendwie Zeit zu schinden. Eine unüberlegte Bewegung und sie würde ihr Gleichgewicht verlieren. Vorsichtig und wohl überlegt fischte sie nun noch einmal, mit der rechten Hand, nach der Drehscheibe.

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