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Doc DG

durchgeknallt aber glücklich

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 11:53

Re: Neuanfang mit Hindernissen

Alles stoppte mitten Mal.

Die Welt schien unerwartet still zu stehen und mit ihr auch die Zeit. Plötzlich meinte man, dass alles sich nur noch um diesen einen Augenblick drehen würde. Alles, was um einen herum geschah, wurde nicht mehr bemerkt. Nur noch, das Hier und Jetzt hatte Gültigkeit. Alles andere verlor seine Gültigkeit. Es war ein Moment, der so überraschend und doch wahrscheinlich so sehr vorhersehbar gewesen war. Man blendete alles aus, was um einen herum passierte. Es spielte, in diesem Augenblick, keine Rolle mehr. Es war alles nebensächlich geworden. Nur dieser eine Moment, war noch von Bedeutung.

Bedeutung?
Welcher Art von Bedeutung?

Das Handeln, brachte jetzt noch keine Konsequenzen mit sich und würde auch noch auf sich warten lassen. Für diesen einen Moment, welchen man gerade erlebte, schien alles andere vergessen zu sein. Man verdrängte alle Zweifel, sprang über seinen eigenen Schatten, vergaß wer man war und welche Stellung man im Leben eines anderen eingenommen hatte. Es wurde nur noch das wahrgenommen, was von einem selbst, als angenehm empfunden wurde.

Man gewann den Eindruck, dass man sich ein eigenes kleines Universum zu erschaffen versuchte, in dem man, wenn man nicht aufpasste, verloren gehen konnte. Es war, als wenn man zu schweben begann und den Boden unter Füßen nicht mehr spürte. Nein, der Boden wurde nicht einfach weggerissen. Man verlor einfach nur, wie durch Geisterhand, die Bodenhaftung und lies sich treiben, von Gefühlen, die gerade dabei waren, mit einem Achterbahn zu fahren.

Es war, als sei man in anderen Sphären unterwegs und als wollte man dort auch nicht mehr, den Weg nach draußen finden. Ja, es bestand kein Zweifel. Man schuf sich ein eigenes Universum, zu dem kein anderer, außer den Anwesenden, Zutritt hatte. So sollte es sein. Auch um das Wissen, dieses Universums, war es ähnlich gestellt. Niemand sonst, sollte davon erfahren.

Noch nicht.
Nicht hier.
Nicht jetzt.

Es würde einen besseren Zeitpunkt geben, um dieses, von einem selbst erschaffenen, Universum einem anderen noch Zutritt zu gewähren. Man wusste, oder man ahnte schon jetzt, dass dieses selbst erschaffte Konstrukt, nicht für immer verborgen bleiben konnte. Man würde es auch nicht allzu lange verschweigen wollen. Blickte man in das Universum und schaute lange genug an das Firmament dieser Konstruktion, so glaubte man am Horizont schon eine leichte rot-rosa Färbung erkennen zu wollen.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 11:54

Re: Neuanfang mit Hindernissen

Ich bin irgendwie total durcheinander. Was war geschehen? Ist es wirklich passiert, oder hab ich das nur geträumt? Hat Sam mich tatsächlich in dem Supermarkt geküsst? Ja, er hat es getan. Ohne jegliche Vorwarnungen oder Anzeichnen. Er sagte zu mir, dass ich ihn total aus dem Konzept gebracht hätte und er überhaupt nicht mehr Herr seiner eigenen Gefühle sei.

Ich muss zugeben, bis zu diesem Zeitpunkt war ich mir noch ganz im Klaren darüber, was ich für Sam empfand. Der Kuss, hat meine Gefühlswelt doch arg auf den Kopf gestellt. Ich bin wohl gerade dabei, mich in Sam zu verlieben. Was aber nichts an meiner Liebe zu Richard ändert. Ich liebe meinen Mann, darüber ist kein Zweifel erhaben.

Ist es möglich, zwei Menschen gleichzeitig zu lieben? Wenn ich in mich reinhöre, dann denke ich, dass es wohl durchaus möglich ist. Nur wie bringt man dies unter einen Hut? Ich weiß, dass ich Richard auf keine Fall verlieren und Sam nicht verletzten will. Nein, dass würde ich auf keinen Fall wollen. Das steht für mich fest. Genauso, wie es für mich fest steht, dass ich Richard davon erzählen werde. Ich will ihn nicht anlügen, dazu liebe ich ihn viel zu sehr. Das hat er nicht verdient. Und wenn er es nicht von mir erfährt, dann über zig tausend Umwege von anderen, und das wäre noch weit aus schlimmer, als es von mir persönlich zu erfahren.

Ich muss eine Lösung finden. Anderenfalls, wird es nicht lange dauern und ich geh an meinen Gefühlen zu Sam kaputt. Was wäre eine gute Lösung? Es doch verheimlichen und eine Affäre daraus zu machen? Nein! Das würde nicht gut gehen und wahrscheinlich würde Sam, diese Art von Beziehung nicht gutheißen. Was bleibt dann noch als Alternative? Richard vielleicht zum Vorwurf machen, dass er eh nie für mich da ist? Um Gottes Willen, nein. Jedes Mal bevor er wieder nach New York musste, fragte er mich, ob ich nicht doch mitkommen will. Nein, dass ist kein Argument und auch ehrlich gesagt, nur eine schwache Ausrede.

Eine Dreierbeziehung? Ein riskanter Gedanke, finde ich. Zumal ich bei weitem nicht abschätzen kann, was Richard oder Sam davon halten würden. Hmpf! Nein, so komme ich auch nicht weiter. Ich werde nicht drum rum kommen können und muss mit Sam reden. Er muss wissen, dass ich trotz meiner Gefühle zum ihm, Richard immer noch liebe, aber auch ihn liebe. Verdammt. Ich will mich nicht hin und her reißen lassen, von meinen Gefühlen zu den beiden Männern. Ich liebe Richard und ich habe mich gerade noch dazu in Sam verliebt.

Ist diese Sache vielleicht doch dazu verdammt, baden zu gehen? Ist es vielleicht einfach gar nicht möglich, so eine Beziehung, wie ich sie mir vorstelle zu führen? Warum eigentlich nicht? Warum sollte es nicht möglich sein, in einer Dreierbeziehung zu leben? Weil ich gar nicht weiß, was die beiden Männer darüber denken, deswegen. Hmpf!

Leicht entnervt klappte Lia ihr Tagebuch zu. Sie war nun mehr denn je durcheinander. Hatte ihr das Schreiben in ihrem Buch, doch nicht die gewünschte Erkenntnis gebracht und sie auch kein Stück näher an eine Lösung heran geführt. Unschlüssig und mit einer inneren Unruhe, saß sie auf Bett, in dem doch recht großzügig eingerichtetem Schlafzimmer. Sie ließ sich in die, wie immer viel zu vielen Kissen, die auf dem Bett lagen, fallen und begann die Decke anzustarren. Ihre Gedanken drehten sich im Kreis. Immer und immer wieder kamen ihr abwechselnd Richard und Sam in den Sinn. Was sie in ihrer Vermutung bestätigte, dass sie beide liebte.

Mit einem Ruck saß sie senkrecht im Bett. "Ich muss mit Sam reden. Jetzt!" sie schwang sich vom Bett, verließ das Schlafzimmer, durchquerte mit groß ausholenden Schritten, den lang gezogenen Flur, schnappte sich im vorbei gehen, vom Sideboard, ihren Wohnungsschlüssel, öffnete ihre Tür und blieb abrupt stehen. War es das richtige, was Lia tat? Sollte sie zu Sam gehen? Sie war sich auf einmal nicht mehr so sicher, was sie tat und verharrte noch einen Moment in ihrer Tür. Dann überwand sie ihre Zweifel und klingelt an Sam seiner Tür.

Nach einem kurzen Moment des Wartens, klingelt Lia erneut. Doch auch nach einigen wenigen Augenblicken, wurde die Tür nicht geöffnet. Offensichtlich hatte Sam seine Wohnung verlassen, oder er wollte die Tür jetzt einfach nicht öffnen. Lia würde es wohl nicht erfahren. Sie dreht sich auf dem Absatz um und verschwand wieder bei sich im eigenen Wohnungsflur. Sie ließ sich an der Wohnungstür runter rutschen, zog ihre Knie so weit es ging, an den Körper, umschlang diese noch mit den Armen und vergrub dann ihr Gesicht zwischen Knie und Armen. Es dauert keine Minute und Lia liefen die ersten Tränen über ihr Gesicht.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 11:54

Re: Neuanfang mit Hindernissen

Sam stand an der Spree. Der eisige Wind blies ihm ins Gesicht. Ein langer schwarzer Mantel schützte seinen restlichen Körper vor der klirrenden Kälte. Es war jetzt zwei Stunden her, dass Sam und Lia aus dem Supermarkt nach Hause gekommen waren. Nur Minuten später hatte Sam seine Wohnung wieder verlassen. Verwirrt. Durcheinander. Nicht in der Lage, das, was im Supermarkt passiert war, richtig zu realisieren.

"Du hast dich verändert, Sam", stellte Jemand hinter ihm fest. Seufzend drehte sich Sam um. "Du schon wieder." "Falls du es vergessen haben solltest: wir waren mal gut miteinander befreundet", sagte Lambert. Es klang ein wenig vorwurfsvoll, das entging Sam nicht. "Du bist also privat hier", brachte er leise hervor. "Sam, was ist los mit dir? Du bist in einer Nacht- und Nebelaktion aus den Staaten verschwunden. So etwas kenne ich von dir gar nicht." Lambert sprach bewusst offen an, was ihm aufgefallen war.

Sam wich dem Blick seines Gegenübers aus und schaute stattdessen zu Boden. "Es hat sich viel verändert", gab er zurück. "Nein, Sam, eigentlich hat sich gar nichts verändert. Du siehst nur einige Dinge anders." Die Worte trafen Sam sehr hart und sein Ärger wuchs, als er nun den Blick auf Lambert heftete. "Du weißt nicht, wie es ist, dein Kind zu verlieren und erst davon zu erfahren, wenn es schon drei Wochen her ist", fuhr er Lambert an. Der wusste, dass Sam am Tod seiner Tochter zu knabbern hatte.

Es war mitten in einem seiner Einsätze geschehen und die NSA hatte die Informationen bewusst zurück gehalten, um die Mission nicht zu gefährden. Verständlicherweise hatten sie sich damit Sams Ärger zugezogen und dieser hatte um eine Auszeit gebeten. Ungewöhnlich für Sam, aber durchaus nachzuvollziehen. Lambert wusste, dass Sam Hilfe brauchte. Aber er wusste auch, dass Sam sich nicht ohne weiteres helfen lassen wollte.

"Du kannst da nicht alleine durch", sagte Lambert dann auch. "So?" kam ihm die verächtliche Frage von Sam entgegen. "Wenn ich Hilfe brauche, dann hole ich sie mir bestimmt nicht bei dir", fügte er verärgert an. Lambert packte Sam am Arm. "Ich will nicht, dass du dir irgendwas antust, klar?" Die Blicke der beiden Männer trafen sich. Sam konnte erkennen, dass Lambert es ernst meinte. "Ich...". Er brach ab. Lambert wusste sofort, worum es ging. Dafür kannte er Sam einfach schon zu lange. "Was ist mit deiner Nachbarin?" wollte er daher wissen.

Sam überlegte, ob er irgendetwas erzählen sollte. "Du meinst Lia?" fragte er, nach der passenden Antwort suchend. "Lia also", murmelte Lambert, um Sam nicht zu sehr zu unterbrechen. "Sie bringt mich noch mehr durcheinander, als ich es sowieso schon bin", stellte Sam ehrlich fest. Lambert grinste. 'Typisch Sam', dachte er. "Dann lass dir von ihr helfen. Falls du mich trotzdem brauchst, ich bin noch einige Wochen in der Stadt. Meine Handynummer hast du ja." Nach diesen Worten wandte sich Lambert ab und ließ Sam allein.

Richard schreckte hoch. War er etwa eingeschlafen? Sein Blick auf die Uhr bestätigte ihm das. "Verdammt, mein Flug!" fluchte er im Aufstehen vor sich hin. Eilig zog er sich ein paar Sachen über, griff nach den fertig gepackten Taschen und ging zur Tür. Hatte er alles? Nichts vergessen? Schnell prüfte er seine Jackentaschen und verließ schließlich sein Apartment, als er zufrieden festgestellt hatte, dass er den Abflug gut vorbereitet hatte.

Das Taxi, in das er dann eingestiegen war, hatte ihn schnell zum Flughafen bringen können. Eher ungewöhnlich für die Stadt New York City, aber manchmal musste man ja auch Glück haben. Richard checkte ein und ging in den Wartebereich des Flughafens. Sein Gepäck wurde wahrscheinlich schon in die Maschine verladen. Er hoffte, dass es der richtige Flieger sein würde. Mit einer Zeitung setzte er sich auf einen der freien Stühle. Doch schnell merkte er, dass er nicht aufmerksam lesen konnte. Seine Gedanken schweiften immer wieder zu Lia. Wie ging es ihr jetzt? Was tat sie gerade? Wie würde seine Überraschung bei ihr ankommen?

Richard erhob sich wieder von seinem Platz und schlenderte in einen der kleinen Läden im Abfertigungsbereich. Nach langem Suchen fand er schließlich doch noch etwas, was er Lia schenken wollte. Kurz darauf kam sein Aufruf. Lächelnd begab sich Richard in das Flugzeug und suchte seinen Platz. Nachdem er es sich gemütlich gemacht hatte, schaute er aus dem Fenster. Es würde noch eine Zeit dauern, bis sie abhoben, daher schloss er die Augen. Im Nu war er eingeschlafen.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 11:55

Re: Neuanfang mit Hindernissen

Lia saß noch immer zusammen gekauert an der Wohnungstür und hatte sich zumindest für den Moment wieder beruhigt. Es war ihr irgendwie gerade total unklar, weswegen sie eigentlich in Tränen ausgebrochen war. Sie lies die letzten Stunden noch einmal, in Gedanken, Revue passiere um kam zu einer aufschlussreichen Erkenntnis. Sie war schlicht und ergreifend, durcheinander. Ihre komplette Gefühlswelt wurde gerade total auf den Kopf gestellt. Sie sehnte sich nach Richard. Nicht weil sie ein schlechtes Gewissen hatte, wegen des Vorfalls mit Sam, sondern einfach nur, weil er ihr fehlte.

Sie erhob sich vom Boden und ging ins Wohnzimmer. Ohne eigentlich zu wissen, was sie jetzt wollte. Sie ließ sich auf der großen, creme-weißen, Couch nieder und verfiel wieder in Gedanken. Sie musste unbedingt mit Sam reden. Da sie definitiv davon ausging, dass er nicht wusste, dass sie verheiratet ist. Sie konnte und wollte diese Tatsache nicht verschweigen. In der Wohnung, war es still. Sie erhoffte sich durch die Stille, dass sie mitbekommen würde, wann Sam wiederkommen würde. Ganz gleich, wann er wieder zurück sein mochte. Sie wollte mit ihm reden. Einfach um diese Tatsachen, das sie verheiratet ist und welche Gefühle sie für ihn hatte, klar zu stellen.

Sie schaute auf die, etwas eigenwillig aussehende Uhr an der Wohnzimmerwand und musste feststellen, dass die Zeit quälend langsam voran geschritten war. Sie lächelte flüchtig, bei dem Blick auf diese Uhr, war sie doch Richards Lieblingsstück. Sie konnte diese Ansicht nicht mit ihm teilen. Was das betraf, waren ihre Geschmäcker doch grundverschieden.

Sie hörte wie jemand die Treppe rauf kam und in ihrer Etage stoppte. Sie lauschte angestrengt. Ein Schlüssel klimperte. Eine Tür wurde ins Schloss geworfen. Sam war wieder da! Das war ihr Stichwort. Jetzt oder Nie. Es war egal, dass Sam, gerade erst zur Tür rein war. Ein weiteres Mal, nahm sie ihren Wohnungsschlüssel, öffnete ihre Tür, überwand die kurze Distanz zu Sams Tür und klingelt. Sie hoffte inständig, dass dieser auch die Tür öffnete. Ihre Hoffnung wurde erhört. Sam öffnete die Tür und sah sich Lia gegenüber. "Sam?" begann sie etwas verlegen. Er schaute kurz in den Treppenflur und bat dann Lia in seine Wohnung.

Da Lia sich bestens in ihrer alten Wohnung auskannte, wartete sie nicht darauf, von Sam ins Wohnzimmer geführt zu werden, sondern steuerte dieses ganz automatisch an. Sam war schon lange nicht mehr verwundert darüber, dass Lia zielsicher, die Räume in seiner Wohnung ansteuert und so folgte er ihr schweigend ins Wohnzimmer. Lia hatte sich schon einen Platz, auf der Couch gesichert.
Sam war sich nicht sicher, was der Besuch von Lia zu bedeuten hatte. Er würde es sicherlich gleich erfahren, da war er sich ziemlich sicher. Er setzte sich schweigend gegenüber von Lia in den Sessel und sah sie an.

"Sam? Da ist noch was, was ich dir unbedingt sagen muss", fing Lia erneut das Gespräch an. "Hm?" Sie seufzte. Hatte sie sich doch das Gespräch irgendwie einfacher vorgestellt. "Sam? Ich bin verheiratet!" Für den Bruchteil einer Sekunde stockte ihr der Atem. "....und ich habe mich in dich verliebt", gab sie leise von sich. Sie sah Sam an und erhoffte sich eine Reaktion von ihm.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 11:55

Re: Neuanfang mit Hindernissen

Sam saß regungslos in seinem Sessel und starrte Lia an. Also doch. Sie war verheiratet. Das war in diesem Moment, das Erste, was für ihn zählte. Aber sie hatte im gleichen Augenblick zugegeben, dass sie sich in ihn verliebt hatte. Wie war das möglich? Sam schwieg, er wusste einfach nicht, was er sagen sollte. Lia sah ihn durchdringend an. Sie wartete auf eine Antwort, eine Reaktion, einfach irgendetwas.

Sam bewegte sich kein Stück. Er saß fast wie eine Wachsfigur im Sessel. "Und nun?" waren die einzigen beiden Worte, die er kaum hörbar heraus bekam. Sams Gefühlswelt fuhr Achterbahn. Hatte er sich gerade noch überlegt, Lia einfach in Ruhe zu lassen, so hatte sie ihn gerade in den nächsten Looping befördert.

Seine Worte hatten Lia verwirrt, das war problemlos erkennbar. Sie hatte offensichtlich damit gerechnet, dass er sich durch die Tatsache, dass sie verheiratet war, von ihr zurückziehen würde. Aber er konnte es nicht und das wusste er. Sam würde um sie kämpfen, wenn es darauf ankäme, soviel wurde ihm gerade klar. Sein, an der Spree, gefasster Entschluss, Lia zu vergessen, war hinfällig. Es war nur noch die Frage, mit wem er es zu tun bekommen würde.

Die Beiden schwiegen sich weiter an. Schließlich hielt Sam es nicht mehr aus. Schnell war er auf den Beinen und stand plötzlich vor dem Sofa. Er ließ Lia keinen Ausweg. Wenn sie vom Sofa herunter gewollt hätte, wäre dies nur über die Rückenlehne möglich gewesen. Doch Sam wäre darauf vorbereitet und hätte leichtes Spiel gehabt, sie einfach zurück zu ziehen.

Sam ließ sich ein Stück hinab, um mit dem rechten Knie direkt neben Lia Halt zu finden. Mit beiden Händen lehnte er sie sanft zurück gegen die Lehne. Lia war so perplex, dass sie es geschehen ließ. Dann näherte sich Sam ihr und küsste sie innig, aber vorsichtig. Er wollte ihr in keinster Weise wehtun.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 11:55

Re: Neuanfang mit Hindernissen

Wieder schien die Welt unerwartet still zu stehen.
Alles um einen herum stoppte. So das man den Eindruck gewinnen konnte, dass wieder ein Mal, alles sich nur um diesen einen einzigen Augenblick drehen würde. Einen Augenblick, der so voller Sehnsucht, Verlangen und Hingabe steckte, dass man versucht war, danach Greifen zu wollen, aber in dem sich letzten bietenden Moment inne hielt und es nicht tat.

Das eigens erschaffene Universum gewann wieder an Konsistenz. Aus einem schwachen Licht heraus, entstand ein glänzendes Universum, aus Abermillionen von Lichtern, um die beiden Protagonisten herum. Das Hier und Jetzt verlor jegliche Bedeutung. Es war hinfällig geworden. Jeder Zweifel wurde über Bord geworfen. Der rosa-rote Schimmer, den man glaubte, am Firmament zu sehen, wenn man nur lange genug dahin sah, intensivierte sich. Man meinte zu glauben, er würde anfangen zu pulsieren und dadurch noch an Intensität zu nehmen. Und doch schien es nur so und der eigenen Blick spielte einem einen Streich. Das Firmament drohte zu zerbröckeln und in tausende von kleinen Teilchen zu zerspringen. Es gab nun einen gravierenden unterschied zu den vorherigen Geschehnissen - sie wurden abgebrochen und nicht einfach beendet.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 11:56

Re: Neuanfang mit Hindernissen

Lia versank geradezu in dem Kuss mit Sam, holte sich aber wieder in die Realität zurück, schob Sam sachte beiseite und sah ihn an. Sie zog ihn zu sich auf das Sofa. "Wie soll es nun weiter gehen?" fragte sie schließlich. Sam wusste keine Antwort. Er wusste nur, dass er Lia nicht einfach so aufgeben würde. Wieder erhoffte sich Lia eine Reaktion von ihm, die jedoch ausblieb. Sie seufzte. "Ich liebe meinen Mann, dass steht außer Frage, aber genauso habe ich mich in die verliebt." wiederholte sie noch einmal. "Ich weiß, dass ich mich nicht entscheiden könnte, zwischen euch beiden. Da liegt wohl jetzt auch das Problem." Sie spürte wie es ihr flau im Magen wurde. Die Ereignisse hatten sich förmlich überschlagen in den letzten Stunden und ihr schwirrte der Kopf, von dem ganzen Gefühlschaos, was in ihr herrschte.

Sam sah sie immer noch schweigend an. "Bitte sag doch was." flehte Lia ihn an. "Was soll ich dir denn sagen?" kam nur als hilflose Frage zurück. "Ich weiß nicht, irgendwas. Zum Beispiel, wie es weiter gehen soll." "Ich weiß nicht, wie es weiter gehen soll. Du wirst es deinem Mann sagen?" Lia sah Sam verwirrt an. "Ja. Ich kann und will ihn nicht belügen", gab sie ehrlich zu. "Weißt du, wie er reagieren wird?" "Nein. Ich hab nicht die geringste Ahnung. Ich hoffe nur, dass ich ihn dadurch nicht verliere", kam von ihr etwas betroffen. "Wie lange seit ihr schon verheiratet?" "Ein gutes halbes Jahr." gestand sie. Sam war ein wenig überrascht, war die Ehe doch noch relativ frisch. Wieder kam er ins Grübeln. Er schätze Lia auf Mitte bis Ende Zwanzig und schlussfolgerte daraus, dass ihr Mann wohl in einem ähnlichen Alter sein würde. Wieder kamen Zweifeln auf. War er doch um einiges älter als Lia.

Lia schaute sich kurz um, eigentlich nur um die Zeit ein wenig zu überbrücken und sah dann wieder Sam an. Sie brauchte jetzt körperliche Nähe, mehr denn je. Sie rutsche ein gutes Stück an Sam heran und kuschelt sich wortlos an seine Seite.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 11:56

Re: Neuanfang mit Hindernissen

Verwirrt legte Sam seine Arme um Lia und hielt sie fest bei sich. Etwas enttäuscht von Lias Zurückweisung lehnte er sich zurück und seufzte. Ging er die Sache zu schnell an? Erwartete er zuviel nach dieser kurzen Zeit? Er hörte seinen eigenen Herzschlag in seinen Ohren und spürte ihn an seinen Schläfen. Entweder er würde jetzt eine kalte Dusche nehmen, oder... 'Oder was, Sam?' Da war sie wieder, diese innere Stimme.
Instinktiv schob Sam Lia ein Stück von sich. Ihr überraschter Blick ließ ihn kalt. Sam erhob sich vom Sofa und stand nun wie ein Bündel Falschgeld im Wohnzimmer. "Was ist?" wollte Lia wissen. Sie wurde einfach nicht schlau aus Sam. "Lia, ich...", begann Sam, brach den Satz aber wieder ab. Fordernd blickte Lia ihn weiter an. Wich er ihr aus? Sam entschied sich in diesem Moment, zumindest für den Augenblick. "Ich brauch ne Dusche", brachte er nur kurz angebunden hervor und ließ Lia im Wohnzimmer allein.

Sie hörte das Knallen einer Tür, vermutlich die Schlafzimmertür. Irgendetwas war mit Sam. In der einen Minute handelte er so, in der nächsten ganz anders. Es fiel ihr schwer, ihn einzuschätzen. Sie raffte sich vom Sofa auf und folgte Sam, denn sie wollte jetzt wissen, woran sie bei ihm war. Vielleicht war die ganze Aufregung umsonst?

Sam stand am Fenster seines Schlafzimmers. Er kämpfte mit sich und dem Verlangen nach Lia. Gedankenverloren entledigte er sich seiner Stiefel. In jenem Moment klopfte es an der Tür. "Sam?" Sam schloss die Augen. "Komm ruhig rein", gab er laut genug zurück, um Lia herein zu bitten. Keine Sekunde später stand sie im Raum.

"Was ist mit dir?" Diese Frage hatte Sam schon zu häufig gehört in den letzten Tagen. Jedes Mal war er dabei aus der Fassung geraten, aber dieses eine Mal nicht. Er drehte sich zu Lia um und sah sie an. Er war ihr ganz klar erlegen, daran bestand kein Zweifel. Sams letzter Rest Selbstbeherrschung schwand. Er musste sie haben. Jetzt. Sofort.

Wohl wissend, wie sein Körperbau auf Frauen wirkte, entledigte er sich seines T-Shirts. Lia konnte nicht anders, als zuschauen. Im Nu war Sam bei ihr, schloss die Tür und drückte sie sanft rücklings dagegen. Er hatte nicht vor, sie dieses Mal davon kommen zu lassen. Während er sie küsste, schloss er mit der Rechten die Tür ab und ließ den Schlüssel in seiner Hosentasche verschwinden.

"Sam!?" brachte Lia zwischen zwei von Sams Küssen nur mühsam hervor. Sie wusste, was er wollte. Doch Sam ließ sich nicht beirren, küsste sie nun entschlossener und wanderte dann mit seinen Lippen ihren Hals hinab. Dabei fasste er mit seiner rechten Hand nach dem Reißverschluss ihrer Jacke. Langsam öffnete er diese. "Sam!" kam jetzt energischer von Lia, doch Sam ignorierte es. Stattdessen drängte er sie enger an die Tür und küsste die Seite ihres Halses. Lia konnte seinen warmen Atem im Nacken spüren.

Sams linke Hand hatte inzwischen den Weg in ihre Jacke gefunden und streichelte ihren Bauch. Sie wusste, dass sie bald keine andere Wahl mehr hatte, wenn sie ihn nicht stoppte. In diesem Moment packte Sam sie sanft und schob sie zum Bett. Mit einem kleinen Schubser seinerseits, beförderte er Lia auf die Matratze. Sie musste langsam eine Entscheidung treffen. Sam kletterte über sie, drückte sie mit der Rechten in die Kissen und küsste sie weiter, dieses Mal vorne am Hals, um anschließend abwärts zu wandern.

Zur gleichen Zeit versuchte er mit seiner Linken den Knopf und den Reißverschluss ihrer Jeans zu öffnen. Lia riss sich ein letztes Mal zusammen. "Saaam!" Sie wurde etwas lauter, doch auch dies brachte nichts. Also nahm sie den letzten Ausweg.

Sam hielt inne und sah Lia überrascht an, nachdem sie ihm die Ohrfeige verpasst hatte. Er wusste genau, dass er zu weit gegangen war. "Entschuldige", war das Einzige, was er heraus bekam, bevor er sich zur Seite auf den Rest der Matratze rollte. Lia musterte ihn, wie er die Augen schloss und seinen rechten Arm darüber legte. Erst jetzt bemerkte sie die Narben an seinem Körper.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 11:57

Re: Neuanfang mit Hindernissen

Noch verwirrter als zuvor saß Lia nun bei Sam auf dem Bett. Sie konnte ihren Blick nicht von ihm nehmen. Nicht von ihm, nicht von seinem Köper und auch nicht von den Narben. Sie musste etwas sagen, um die unangenehme Stille, die sich ausbreitete zu durchbrechen. "Wo hast du die alle her?" Dabei strich sie vorsichtig über einige der Narben rüber. Sam zuckte instinktiv zusammen, hatte er diese Berührung doch nicht erwartet. "Aus dem Krieg", antwortete er kurz und bündig, seine Augen immer noch geschlossen und den rechten Arm darüber liegend. Lia spürte, dass Sam darüber nicht reden wollte.

Sie rückte wieder ein Stück näher an Sam heran. Nahm seine Arm vom Gesicht und sah ihn an: "Sieh mich an", sagte sie leise in gefühlvollem Ton, ohne daraus eine Forderung zu machen. Sam schlug die Augen auf und blickte direkt in Lias Gesicht, da sie sich über ihn rüber gebeugt hatte. Er wollte sich abwenden, was Lia aber nicht zuließ. "Nein, dreh dich nicht weg." Ihre linke Hand ging an Sams Gesicht und drehte dieses wieder zu sich. Sie war kein großer Verfechter von umhergenöle. "Habe ich dich so sehr durcheinander gebracht?" Wollte sie nun wissen. Sam wich ihrem Blick aus und antwortete zunächst nicht. "He? Sag schon!" Lias Tonfall hatte sich nicht geändert, immer noch sprach sie leise und in einem gefühlvollen Ton. "Lia...ich...hmpf!" Sam brach mal wieder seinen Satz ab. So angespannt diese Situation auch gerade gewesen sein mochte, kam Lia nicht um ein Grinsen umher.

"Du hast es nicht so, mit ganzen Sätzen, wie?" Fragte sie ihn leise lachend. Wieder war es Sam, der den Schweigsamen spielte. "Was denkst du gerade?" Lia wollte nicht aufgeben, dazu war inzwischen schon zu viel passiert zwischen den Beiden. "Ich weiß es nicht", gab er seufzend von sich. "Du weißt es nicht? Oder du willst nicht?" Stichelte sie weiter. Sam sah Lia nun doch für den Bruchteil einer Sekunde an und seufzte erneut. "Ja." "Ja? Ja, was?" Wollte sie wissen. "Du bringst mich durcheinander, mehr als ich zurzeit eigentlich will." Sie war erstaunt über diese ehrliche Antwort. "Soll ich gehen?" Fragend sah sie Sam an. "Das war nie meine Absicht. Ich wollte dich nicht so aus deinem Konzept bringen. Es tut mir leid." Wieder sah Sam sie für wenige Augenblicke an. "Du musst dich nicht dafür entschuldigen." Irgendwie wurde es Lia gerade Leid, hier Katz und Maus zu spielen.

Sie mochte so etwas nicht. Sie war für klare Fronten und somit auch für klare Verhältnisse. "Hmpf. Jetzt sperr mal deine Lauscher auf." fordert sie nun doch mal in einem etwas energischerem Ton von Sam. "Ich bin wahrscheinlich genauso durcheinander, wie du. Vielleicht aus anderen Gründen, aber es ändert gerade nichts an der Tatsache, dass wir beide zurzeit durch den Wind sind. Sam? Ich will einfach nur wissen, woran ich bei dir bin? Ich zweifle momentan, tatsächlich daran, es Richard zu erzählen, und das auch nur, weil ich eigentlich gar nicht weiß, was du denkst und woran ich bin. Ich stelle hier meine Ehe auf die Probe, weil ich mich in dich verliebt habe..." Sam unterbrach sie. "Was ist, wenn dein Mann dieses kurze Intermezzo nicht gutheißt? Was ist dann?"

Lia schluckte, dieses Szenario hatte sie bisher nicht in betracht gezogen. "Ich weiß nicht, was dann sein wird. Und ehrlich gesagt, spielt es auch keine Rolle, denn ich weiß nicht, was du empfindest", kam ihr traurig über die Lippen. Sam rappelt sich auf und setzte sich im Schneidersitz auf sein Bett. Lia beobachtete ihn. "Ist es einfach nur ein Verlangen von dir oder ist da noch mehr? Mehr als nur körperliches Verlangen?!" Sie wollte es genauer wissen. Sam sah Lia an und überlegte kurz. "Lia? Das mit eben tut mir wirklich leid. Ich habe die Beherrschung verloren. Es ist nur so, dass....." Abbruch. Wieder brachte Sam seinen Satz nicht zu ende.

Lia wollte nicht nachfragen und hoffte, dass Sam von alleine seinen abgebrochen Satz beenden würde. "Es ist nur so, ....." Pause. Sam sammelt sich erneut und versuchte es noch ein Mal, "...meine letzte Beziehung ist schon ziemlich lange her, daher habe ich wohl auch meine Beherrschung verloren. Bitte verzeih mir", entschuldigend sah er Lia an. Lia ihrerseits wartete immer noch auf eine Antwort auf ihre Frage und sah ihn daher fordernd an. Sam deutete ihren Blick richtig und fuhr fort: "Es ist mehr als nur körperliches Verlangen", gab Sam kaum hörbar zu. Mitten Mal kam es Lia vor, als wenn dies die entscheidenden Worte gewesen wäre. Sie fühlte sich erleichtert und auch in ihrem Gefühl, dass sie zu Sam hatte, bestätigt.

Sie grinste ihn verlegen an. "War das jetzt so schwer für dich?" Sie konnte es sich einfach nicht vorstellen, dass jemand so arge Probleme hatte, über seine Gefühle zu sprechen. Sollte sie eines besseren belehrt werden? Wahrscheinlich war es so. Wie schon einige Male zuvor bekam sie keine Antwort von Sam, auch dieses Mal nicht. Sie beließ es dabei und hielt fordernd ihre Hand auf. Sam verstand die Geste nicht und schaute sie verwirrt an. Lia deutete mit dem Kopf auf die Schlafzimmertür. "Du hast abgeschlossen. Ich würde gerne wieder in meine Wohnung, dass geht aber nur, wenn du mir den Schlüssel gibst." Sie hatte es wieder ein Mal geschafft, Sam durcheinander zu bringen. Sie hatte bemerkt, dass er die Tür abgeschlossen hatte. Es verwunderte ihn. Er griff in seine rechte Hosentaschen, förderte den Schlüssel zu tage und gab ihn Lia. Sie wendete diesen kurz unschlüssig in ihrer Hand, schaute zu Sam und gab ihm noch einen Kuss. "Damit du noch ein bisschen mehr durcheinander bist." Sie zwinkerte ihm noch zu, stand auf, schloss die Tür auf und verschwand. Sam ließ sich wieder in die Kissen fallen und versank in seinen Gedanken um Lia.

Lia war in ihrer Wohnung angekommen. Sie musste erst ein Mal tief durchatmen. War das, was eben in Sams Schlafzimmer passiert war, nicht so einfach zu verdauen. Lia ging ins Wohnzimmer, schnappte sich ihr Tagebuch und den Kulli und steuerte geradewegs das eigenen Schlafzimmer an, um dort vielleicht ein bisschen wieder zur Ruhe zu kommen.

Sie ließ sich in die Kissen fallen, verschränkte die Arme hinter dem Kopf und blickte auf die Ornamente an der Zimmerdecke. Ihre Gedanken schwirrten geradezu. Immer wieder kam ihr, abwechselnd, Richard und dann wieder Sam in den Sinn. Wie würde Richard, auf das, was sie ihm beichten würde, reagieren? Sie wusste keine Antwort darauf. Sie lag noch eine Weile so, bis sie sich irgendwann dazu entschloss, sich ihrem Tagebuch zu widmen.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 11:57

Re: Neuanfang mit Hindernissen

Was war geschehen? Was habe ich getan? War es das richtige? Nein, mit Sicherheit nicht. Warum habe ich Sam nicht gefragt, wie er über eine Dreierbeziehung denken würde? Vielleicht hätte mir das schon einiges erleichtert. War es nicht auch ein Grund, weshalb ich eigentlich rüber gegangen war? Und um ihn zu sagen, dass ich verheiratet bin. Toll. Ich wünschte Richard wäre hier. Ich musste mit ihm reden. Mein schlechtes Gewissen plagt mich nun doch. Ich wollte es von der Seele haben. Ich hasse es, so im ungewissen zu sein. Ich konnte mir einfach nicht ausmalen, wie Richard darauf reagieren würde. Oder ich wollte es nicht, so genau will ich es dann wohl doch nicht wissen. Ich vermisse Richard. Ein klares Anzeichen, von schlechtem Gewissen? Oder doch, dafür, dass ich ihn nach wie vor liebe? Ich kann da gerade keinen Unterschied für mich ausmachen. Hmpf!

Wie gerne würde ich wieder rüber gehen zu Sam. Ich brauchte jetzt jemand bei mir, an dem ich mich anlehnen kann. Es fehlt mir. Sam hatte mich vorhin abgewiesen! Eine Reaktion darauf, dass ich den letzten Kuss beendet hatte? Hatte ich ihn dadurch vielleicht sogar schon verletzt? Oh nein, bitte nicht. Das wäre das Letzte, was ich gewollt hätte. Ach verdammte Axt. Es kann doch nicht so schwierig sein, die beiden Männer, Sam und Richard, unter einen Hut zu bekommen, oder etwa doch? Nein, ich könnte mich nicht entscheiden, weil ich es nicht will. Ich liebe sie Beide.

War so was überhaupt möglich? Ich kannte Sam noch nicht mal ganze 24 Stunde und hatte mich in ihn verliebt. War das Liebe auf den ersten Blick? Wenn ich es nicht besser wüsste, dann würde ich behaupten, dass es so was nicht gibt. Aber offensichtlich, war aber genau dieser Fall eingetreten, zwischen Sam und mir. Bei Richard und mir war es vom Prinzip her nicht anders verlaufen, nur mit dem Unterschied, dass ich damals noch nicht an jemanden gebunden war. Jetzt bin ich verheiratet. Ich kann dies hier, nicht mit dem, was damals gewesen war, vergleichen. Nein, absolut nicht.

Immer noch beschäftigt mich die Frage, wie Richard reagieren wird. Was wird er dazu sagen? Hm? Obwohl? Konnte ich mir 100 Prozent sicher sein, dass Richard nicht jemanden in New York hatte? Um Gottes Willen, nein, Lia. Jetzt wirst du Paranoid. Wenn es so sein sollte, dann hätte mir Richard das bestimmt erzählt...hätte er? Hmpf. Reiß dich zusammen. Wie heißt es so schön? Der Glaube versetzt bekanntlich Berge. Man kann sich auch vieles einbilden.

Schon wieder schwirrte Sam in meinen Gedanken rum. Ich kann nichts dagegen tun, oder will es auch gar nicht. Er war so ganz anders als Richard. Richard konnte stundenlang erzählen, da nahmen wir uns beide nicht viel, aber Sam? Sam brachte kaum einen zusammenhängend Satz raus und wenn, dann war es nur das wichtigste, was er sagte. Auch überragte Sam Richard mindestens um eine Kopfgröße. Sam war gut gebaut, verdammt gut gebaut, um genau zu sein. Allerdings stand Richard ihm in nichts nach.....

Sie legte den Kulli beiseite und sah gedankenverloren aus dem Fenster. Das Wetter hatte wieder einmal umschlagen. Dicke Regenwolken schoben sich vor die Sonne. Sie fröstelte. So lange die Sonne noch schien, war es angenehm warm in der Wohnung. Es war nicht mehr die Jahreszeit, wo man die Heizung nicht mehr brauchte. Lia hatte sie zumindest in der Nacht schon immer aufgedreht, aber brauchte sie bisher nicht am Tage. Sie stand auf und ging an den Kleiderschrank, der sich über die gesamte Länge, einer Wand zog und suchte sich andere Klamotten raus.

Sie entschloss für das Zwiebelprinzip. Erst ein Trägershirt, mit Spaghettiträgern, darüber ein Langarmshirt, über dieses, zog sie noch ein dunkelblaues T-Shirt. Zu guter Letzt suchte sie noch ihre schwarzen Armstulpen raus und zog diese über die Ärmel, da diese auf mysteriöse Art und Weise, einfach zu kurz waren und einfach nicht bis zu den Handgelenken reichten. Sie war nicht unbedingt erpicht darauf, eine Nieren- oder Blassenentzündung zu bekommen und so steckte sie zumindest, dass Trägershirt in die Hose, damit ihre Nieren warm blieben. Sie hielt nichts von dem Trend, egal zu welcher Jahreszeit, grundsätzlich immer bauch- und nierenfrei rum zu rennen.

Wieder ein Blick zum Fenster. Es reichte noch nicht. Sie suchte zum Schluss noch ihre creme-weiße Steppweste raus und zog diese auch noch über. Sie schaute an sich runter. Sie sollte sie noch eine andere Hose anziehen? Nein, sie liebte diese Jeans, im Bootcut-Look und mit diesem Ansatz, von ausgeblichen sein, auf den Beinen.
So angezogen, ersparte sich Lia die lästige Jacke. Sie hatte beschlossen, dass sie frische Luft brauche und das ziemlich dringend.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 11:58

Re: Neuanfang mit Hindernissen

Sie ging in das Arbeitszimmer von Richard und suchte, diesen 6,5 mm flachen und 40 Gramm leichten, weißen MP3-Player namens iPod. Das zierlich kleine Gehäuse, dieses ultraflachen Gerätes, war einfach nur ein Augenschmaus. Sie wusste, dass Richard mehr als einen besaß. Den einen davon hatte er immer bei sich und der andere...sie guckte sich um und wurde fündig. Der Player lag auf dem großen Glasschreibtisch, der sich fast von einer Wand in dem Raum zur anderen zog. Dadurch, dass der Tisch ziemlich viel Platz bot und es noch so einige Schränke, in dem Arbeitszimmer gab, wirkte der Tisch immer sehr aufgeräumt. Sie nahm das Gerät vom Tisch und schaltete es gekonnt ein, das farbige Display erwachte. Sie strich mit einem Finger über das flach, eingebettete Bedienfeld und scrollte so die Playlisten durch. Ein Seufzen kam ihr über die Lippen. War das doch so gar nicht, was sie hören wollte. Es war eindeutig Richard sein iPod. Es war einfach nicht ihre Musikrichtung. Sie schaltet den PowerMac ein und wartet einige Sekunden. Flink huschten ihre Finger über die, genauso weiße und flache, Taststatur und gab das Passwort ein.

"Was?" Der 20" LCD-Breitbildschirm verändert sich, aber nicht zu dem gewohnten Bild, was Lia kannte. Ein Fenster sagte ihr, dass das eingegeben Passwort falsch war. Sie überlegte und schlug sich mit der flachen Hand vor die Stirn. Das war ja nicht das PowerBook gewesen. Der Mac besaß ein anderes Passwort. Erneut huschten ihre Finger zielsicher, in geübter Weise über die Tastatur. Diesmal gab der Mac seine gewohnte Oberfläche, in diesem genialen transparenten Style, Preis. Bevor sie, das eigentliche Vorhaben umsetzte, kam sie nicht umher, einmal mit der Maus über die Sidebar zu fahren. Sie liebte diese Spielerei und vor allem diese Sidebar, da sie diesen typischen stylischen Apple-Look hatte.

Sie stöpselte den iPod ein und löschte gnadenlos sämtlich Playlisten. Jedoch nicht ohne zuvor, alles mit iTunes synchronisiert zu haben. Wer weiß, was Richard sich da wieder zusammengestellt hatte. Sie wechselte in iTunes, scrollte mit der Maus, die zugegebener Maßen, wesentlich cooler war, als dieser Krempel von Windows und suchte sich ihre Playlisten raus. Dank des großzügigen Arbeitsspeichers von 1024 MB und eines Intel Core 2-Duo Prozessors, war so gut, wie keine Wartezeit nötig, bis sich die gewünschten Programme öffneten. Sie war unschlüssig. Entschied sich dann für das "Best of" Album von "Live", für das "The Works" Album von "Jon Stevens" und packte zusätzlich noch die gesamte Playlist ihrer Trancevocals drauf. Die 250 Gigabyte Festplatte bot ausreichend Platz, für Lias, doch recht große, quer-Feld-ein Musiksammlung. Diese nahm doch einen ziemlich großen Anteil, der Festplatte in Anspruch.

Sie war Fertig.
iPod wieder abstöpseln und den Mac wieder runterfahren.
Sie blickte sich noch ein Mal um und grinste. Bis vor knapp einem Jahr, wusste sie gerade mal, dass der angebissene Apfel seinen Siegeszug in Amerika hatte und hatte bis dato nicht die geringste Ahnung, wer oder was ein PowerMac sein sollte, geschweige denn, was ein PowerBook darstellen sollte. Da Richard überzeugter Mac-User war, kam Lia nur wenig später in den Genuss, des angebissenen Apfels und lernte auch somit die Vorzüge, gegenüber eines stinknormalen Windows-Pcs kennen. Sie musste zugeben, dass sie die Windowsvariante nicht vermisste. Zumal auch die Programme vom Mac wesentlich coolere Namen hatte, als die Programme des Bill Gates Vereins.

Schon alleine das Betriebssystem von Apple klang einfach nur genial. OS X Tiger. Im Gegenzug dazu, wie einfallslos, die Variante von Windows. XP.

Sie versteckte den iPod in ihrer rechten Hosentasche und hangelte etwas umständlich nach den kleinen In-Ear-Kopfhörern. Da sie zu faul war, den Reißverschluss der Weste zu betätigen, dauert es einen Augenblick, bis die kleinen Kopfhörer endlich wieder das Licht unter der Weste erblicken. Sie schlang einen der Hörer über ihren Kopf und platzierte das dünne Kabel im Nacken. Nun baumelten beide In-Ears, jeweils links und rechts etwas weiter oberhalb ihre Brust runter. Da ihre Weste in einem ähnlichen Weiß war, wie die Hörer, hoben sich diese kaum, von ihrem Untergrund ab, und fielen somit auch nicht sonderlich auf. Sie war endlich fertig mit 'verkabeln' und konnte sich nun endlich auf den Weg, in den nahe gelegen Park machen.

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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 11:58

Re: Neuanfang mit Hindernissen

Sie war gerade im Begriff, die Haustür hinter sich zu zuziehen, als Sam aus seiner Tür trat. Beide sahen sich an und mussten verlegen grinsen. Hatten beide den gleichen Gedanken gehabt? Lia vollführte ihre Bewegung zu ende und zog die Tür ins Schloss. "Wo willst du drauf los?" fragte sie beiläufig und war schon an den ersten Stufen, auf dem Weg nach unten, angelangt. "Ich weiß nicht, einfach raus. Frische Luft schnappen." kam von Sam. Wieder huschte Lia ein Grinsen über ihr Gesicht. Sie HATTEN beide den gleichen Gedanken gehabt. "Willst du unbedingt alleine frische Luft schnappen gehen?" Fragend und etwas irritiert sah Sam sie an. "Wie?" kam mal wieder kurz angebunden von ihm zurück. "Ich habe grade das gleiche vor. Oder hast du einen bestimmten Ort im Sinn, wo du hin wolltest? Ich wollte eigentlich nur hier in den Park." Sam schüttelte den Kopf. "Wollen wir dann zusammen in den Park gehen? Wäre mir ehrlich gesagt sowieso lieber", gab Lia zu. Sam gab mal wieder keine Antwort, trat stattdessen neben Lia, sah sie auffordernd an und ging die ersten Stufen voraus. Genauso wortlos schloss sich Lia Sam an.

Gemeinsam traten sie aus der großen Eingangstür raus und gingen in den nahe gelegen Park.
Khira stand auf der anderen Straßenseite und wurde weder von Lia noch von Sam wahrgenommen. Dieses Bild bestätigte Khira in ihrer Vermutung, die sie hatte. Lia und ihr Vater hatten sich offensichtlich getrennt. 'Das hatte man nun davon, wenn man eine zeitlang nicht in der Stadt war', dachte sich Khira. Sie hatte die Beiden im Supermarkt beobachtet, wie sie sich geküsst hatten. Zuerst war sie sich nicht sicher gewesen, ob sie dort tatsächlich Lia erkannte hatte. Aber das, was sie jetzt sah, bekräftigte es nur noch. Sie sah ein Taxi in die Straße einbiegen. Sie wartete. Aus einem, ihr unerklärlichen Grund, ahnte sie, wer dort aussteigen würde.

Sam und Lia waren gerade am Ende der Straße angelangt und bogen in die nächste Querstraße ein, als Richard mit dem Taxi, vor seinem Haus hielt. Khira wartete nicht lange, überquerte die Straße und fiel mehr oder weniger über ihren Vater her. Sie freute sich, ihn wieder zu sehen.

Sam und Lia gingen eine ganze Weile schweigend nebeneinander her. Beide waren viel zu sehr in Gedanken versunken, als das sie jetzt in diesem Moment reden wollten. Lia hatte sich in der Zwischenzeit, einen der kleinen In-Ear-Hörer ins Ohr gestöpselt und lies die erste Playliste runter dudeln. Sie kamen an einer Bank vorbei. Lia stoppte. Sah sich um und setzte sich kurz entschlossen, auf diese. Sam blieb noch einen Moment stehen, entschied sich dann aber dazu, sich zu Lia auf die Bank zu setzten.

Sie schaltet den iPod aus, nahm den kleinen Kopfhörer aus dem Ohr und sah Sam an. Es war Sam, der das Wort ergriff, sehr zum erstaunen von Lia. "Wie lange ist dein Mann jetzt schon weg?" Lia überschlug in Gedanken die Zeit. Rechnete nach. Offensichtlich dauerte es Sam zu lange. "So lange? Du musst viel zu lange nachdenken." "Es sind jetzt knapp drei Monate." Sam kam um einen erstaunten Ausdruck in seinem Gesicht nicht umher. Er überschlug die Zeit. "Dann bist du von dem halben Jahr, das ihr jetzt verheiratet seit, die hälfte der Zeit alleine gewesen?" Lia nickte stumm. Kam ihr doch jetzt wieder schmerzlich in den Sinn, wie sehr sie Richard vermisste. "Warum hat er dich so lange alleine gelassen?" Lia musste widersprechen. "Nein, nicht alleine gelassen. Ich war bis vor drei Monaten auch noch in New York." "Warum bist du gegangen und nicht bei ihm geblieben?" Lia suchte sich eine gemütlichere Sitzposition, in dem sie das linke Bein auf die Bank hievte und das rechte darüber schlug.

"Weil ich dort niemanden kenne und Richard auch nicht wirklich die Zeit für mich gehabt hatte." Sam konnte der ganzen Sache nicht folgen und bohrte weiter nach. Er wollte wissen, warum ein Mann, so jemanden wie Lia, so lange alleine lies. "Was macht er in New York?" "Arbeiten." kam die kurze Antwort von Lia, die eher unüblich für sie war. "Kann er das nicht auch hier machen?" "Könnte wohl schon, aber in den Staaten hat er seine Bandkollegen, mit denen er an seinem Soloprojekt arbeitet, dass geht hier nicht." Sam verstand es immer noch nicht. Er konnte oder wollte nicht begreifen, wie Man(n), Lia hier einfach alleine lassen konnte. Lia sah Sam einen Augenblick an, überlegte und ließ es noch ein Mal, auf einen weiteren Versuch ankommen, rückte näher an Sam und kuschelte sich vorsichtig in seine Seite. Auch wenn sie Gefahr lief, ein weiteres Mal zurück gewiesen zu werden. Sam ließ es für den Moment geschehen. Legte seinen Arm um Lia und holte sie noch ein Stück näher an sich heran.

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